Mannheim

Reiss-Engelhorn-Museen

Kloster Lorsch und seine Bücher

Archivartikel

Es war geistiges, ökonomisches, politisches und kulturelles Zentrum des Reiches unter Karl dem Großen (768 bis 814) und lange danach: Kloster Lorsch. Mannheim und viele seiner Vororte sind hier erstmals urkundlich erwähnt. Welche große Bedeutung das Kloster im frühen Mittelalter als Zentrum der Schriftkultur hatte, zeigt ein Vortragsabend in den Reiss-Engelhorn-Museen am Donnerstag, 7. Februar, im Florian-Waldeck-Saal im Museum Zeughaus auf Einladung vom Mannheimer Altertumsverein. Um 19 Uhr gibt Philologe Tino Licht von der Universität Heidelberg einen Einblick in die Welt der Handschriften des Klosters und seiner Bibliothek vom 8. bis zum 12. Jahrhundert. Schließlich verfügte es über einen der bedeutendsten Buchbestände des Abendlandes. Dafür wurden teils wertvolle Handschriften erworben, vor allem aber abgeschrieben. Anhand zahlreicher Abbildungen macht der Referent die Spuren der Schreiber, Bibliothekare und Benutzer in alten Manuskripten sichtbar.