Mannheim

Bildung Hochschule in Finale des Nixdorf-Förderprogramms

Kompetenter Umgang mit Daten

Erfolg für die Hochschule Mannheim: Ihr Lehr-Lernkonzept „Mannheimer Modell Data Literacy Education (MoDaL)“ gehört zu den acht Projektanträgen, die im Rahmen des Förderprogramms Data Literacy Education des Stifterverbandes und der Heinz Nixdorf Stiftung das Finale erreicht haben. Das teilte die Hochschule jetzt mit. Die Projekte aller Finalisten werden am 28. September in einer öffentlichen Präsentation in Berlin vorgestellt – und drei Gewinner gekürt, die eine Fördersumme bis zu 250 000 Euro erhalten.

Das von der Hochschule entwickelte „MoDaL“ begreife „Data Literacy“ – also den kompetenten Umgang mit Daten – als zentrale Grundlage „für verantwortliches Handeln in der digital vernetzten Wissensgesellschaft“. Das Mannheimer Modell verfolge „das Ziel, die Entwicklung von Datenkompetenzen für Studierende aller Fächer in der Breite zu fördern sowie eine bedarfsgerechte Vertiefung zu ermöglichen“.

Dreistufige Vermittlung

Bei der Vermittlung arbeitet die Hochschule dreistufig. In einem ersten Schritt vermitteln die Lehrenden in einer virtuellen Ringvorlesung und praktischen Übungen die Grundlagen der Erhebung, Verwaltung und Auswertung von Daten. Danach bearbeiten die Studierenden in interdisziplinären Kleingruppen „weitgehend selbstorganisiert ein anwendungsorientiertes Datenprojekt“ und bauen dabei ihre Digitalkompetenzen aus. In der dritten Stufe schließlich setzen sich die Teilnehmer „im Rahmen datengestützter Forschungsprojekte kritisch mit theoretischen und methodologischen Zugängen auseinander“, wie es in der Mitteilung der Hochschule heißt. Zum umfangreichen Begleitangebot gehörten Beratungsleistungen für Lehrende, die Koordination von Vorträgen und Publikationen, der Transfer von Projektergebnissen sowie Evaluation und Begleitforschung.

Letztlich gehe es bei „Data Literacy“ darum, in Wissenschaft, Arbeitswelt und Gesellschaft planvoll mit Daten umzugehen und sie im jeweiligen Kontext bewusst einsetzen und hinterfragen zu können. Mit dem Förderprogramm „Data Literacy Education“ solle ein Beitrag dazu geleistet werden, die entsprechende Wissensvermittlung „in fach- und hochschulübergreifender Zusammenarbeit zu etablieren“.