Mannheim

Geburtstag Egon Manz, stellvertretender Kreisvorsitzender der CDU und viele Jahre Personalratschef im Polizeipräsidium, wird heute 65 Jahre alt

Konservatives Gewissen der Union in Mannheim

Archivartikel

„Meinen letzten Termin hatte ich am Montag“, berichtet der Jubilar: „Es ging um die Einstellung eines Polizeidirektors.“ Am 30. Juni ist sein letzter Arbeitstag als Polizeibeamter, dann endet sein Berufsleben. Doch wer den engagierten Polizeigewerkschafter kennt, der ahnt, dass er dann wohl mit seinem politischen Ehrenamt für die CDU so richtig loslegt. Heute aber feiert Egon Manz erst einmal seinen 65. Geburtstag.

Geboren am 20. Juni 1953 in Oberhausen bei Karlsruhe, tritt der Jubilar nach der Mittleren Reife mit 18 Jahren in Lahr in die Bereitschaftspolizei ein. Vom Wachtmeister arbeitet er sich – über Spezialverwendungen in verschiedenen Bereichen von der Jugendkriminalität bis zum politischen Extremismus – zum Hauptkommissar hoch.

1993 beginnt sein Engagement in der Deutschen Polizeigewerkschaft (DPolG), deren Kreisvorsitzender er kurz darauf wird. In Mannheim lange im Schatten des im Deutschen Gewerkschaftsbund (DGB) organisierten Mitbewerbers GdP (Gewerkschaft der Polizei), macht er sie zur stärksten Kraft der Uniformierten in der Quadratestadt – mit bald 900 statt anfangs 230 Mitgliedern.

2001 wird Manz Personalratschef im Polizeipräsidium Mannheim, 2005 für ganz Nordbaden sowie Mitglied des Hauptpersonalrates im Stuttgarter Innenministerium. Der Kampf für den Um- und Anbau des Präsidiums in L 6 wird zu einem Schwerpunkt, für den er seine guten Drähte nutzt, vor allem zum Landesfinanzminister Gerhard Stratthaus.

Denn seine politische Heimat ist die CDU. 2011 entsendet ihn der Kreisverband in den bis dahin völlig zerrütteten Ortsverband Rheinau. Mit seiner Erfahrung aus der Verbandsarbeit, seiner bei aller Klarheit oft charmanten Art, gelingt es ihm, die Rheinauer CDU nicht nur zu befrieden, sondern auch zu neuer Aktivität zu führen; in der Kommunalwahl 2014 wird sie stärkste Kraft im Stadtteil. Anlass genug, sich dort in die zweite Reihe zurückzunehmen – auf den stellvertretenden Vorsitz.

Denn ohnehin empfiehlt er sich damit für den CDU-Kreisverband, der damals ausgleichende Elemente ja ebenfalls durchaus gebrauchen kann. Manz wird Stellvertreter des Kreisvorsitzenden Nikolas Löbel, sichert diesem die konservative Flanke ab – jedoch niemals aggressiv-polternd à la CSU, sondern stets freundlich-umgänglich. So bleibt er gesprächsfähig nach allen Seiten.

Davon zeugen wird die große Gästeschar seiner feierlichen Verabschiedung im Polizeipräsidium am 11. Juli. Angesichts dessen darf die heutige Feier bescheidener bleiben.