Mannheim

Silvesternacht Polizei und Stadt zufrieden mit Einhaltung der Verbote / Starke Präsenz von Uniformierten

Kontrollen der menschenleeren Stadt

Archivartikel

„Äußerst zufrieden“ war Polizeipräsident Andreas Stenger nach dem Jahreswechsel. Per Funk und Telefon ließ er sich ständig informieren, blieb aber zu Hause – seine Kollegen konnten ihn beruhigen, dass nichts los ist. „Es war insgesamt friedlich und ruhig. Natürlich wurde geböllert, aber zumeist nur auf dem privaten Gelände. Es gab vor allem keine Menschenansammlungen im öffentlichen Raum. Vielmehr waren viele Straßen in den Innenstädten der Region menschenleer“, so Stenger. Nur „vereinzelt“ hätten seine Kollegen „gegen einige wenige Unbelehrbare einschreiten“ müssen. Gegen 21.30 Uhr hatten die Beamten an 20 großen Straßen Kontrollstellen aufgebaut – aber nach 45 Minuten wieder abgebaut. Es war einfach kaum Verkehr.

„Die Stadt ist weitgehend leer gefegt“, stellte auch Harald Born, Einsatzleiter des Kommunalen Ordnungsdienstes, fest, als Erster Bürgermeister Christian Specht den zwölf in der Nacht tätigen Mitarbeitern des Kommunalen Ordnungsdienstes auf dem Paradeplatz eine große Neujahrsbrezel vorbeibrachte. „Großes Lob an die Bevölkerung“, sagte Specht zufrieden: „Ich bin froh, dass die allermeisten Menschen vernünftig sind“, atmete er auf.

Gleich darauf wurden Ordnungsdienst und Polizei aber doch zu einem der kleinen Hotels in der Tattersallstraße gerufen, wo sich mehrere Personen aufhielten und einige auch feiern wollten. Zehn Einsatzkräfte machten dem ein Ende. Insgesamt registrierte die Polizei im Stadtgebiet drei unerlaubte Partys und zwei Widerstandshandlungen.

„Wir sind überall unterwegs“

Im gesamten Bereich des Polizeipräsidiums gab es mit 570 Einsätzen zwar nur etwas weniger als in der Silvesternacht 2019/20, aber „silvestertypische Delikte“ wie Ruhestörungen, Körperverletzungen, Streitigkeiten und Schlägereien hätten „deutlich abgenommen“, so die Polizei in ihrer Bilanz. 298 Personen müssen mit Anzeigen rechnen, da sie sich während der Ausgangsbeschränkung draußen aufgehalten hatten, ohne dafür einen triftigen Grund zu haben.

Ab 23 Uhr zeigte die Polizei in Mannheim und der gesamten Region sehr deutlich Präsenz. „Unsere Strategie ist, dass wir uns überall im Raum bewegen, um irgendwelche Ansammlungen und Partys früh zu unterbinden“, so Polizeidirektor Dirk Herzbach, der Einsatzleiter. Dazu seien „alle verfügbaren Streifenwagen der 17 Reviere draußen“, dazu die Einsatzzüge Mannheim und Heidelberg, unterstützt von der Bereitschaftspolizei – nach unbestätigten Angaben zwei Hundertschaften. „Wir sind überall proaktiv unterwegs, aber es ist wirklich wenig los“, so Herzbach zufrieden.

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