Mannheim

Musik Jugendsinfonieorchester plant Begegnungsreise nach Frankreich / Am 22. Januar Benefiz-Auftritt

Konzert zur deutsch-französischen Freundschaft

Der 22. Januar ist für die deutsch-französische Freundschaft ein besonderes Datum: Den 1963 erstmals unterzeichneten Élysée-Vertrag wollen Bundeskanzlerin Angela Merkel und Staatschef Emmanuel Macron an diesem Tag in Aachen erneuern. In Mannheim laden zeitgleich, allerdings abends, die Musikschule und das Institut Français zu einem Benefizkonzert des Jugendsinfonieorchesters (JSOM) ein.

Mit dem Erlös soll im Sommer eine Freundschaftsreise der rund 80 Musiker im Alter zwischen 13 und 19 Jahren nach Südfrankreich finanziert werden. Die Schirmherrschaft des Mannheimer Konzerts übernimmt Matthias Fekl, Minister des Innern der Französischen Republik a. D., der sowohl die deutsche als auch französische Staatsangehörigkeit besitzt. Er will im E4-Börsensaal über die besondere Freundschaft zweier Nachbarländer sprechen, die einst verfeindet waren. Außerdem haben sich Erster Bürgermeister Christian Specht und der französische Honorarkonsul Folker R. Zöller mit Grußworten angekündigt.

Symbolträchtig möchte das von Dirigent Jan-Paul Reinke geleitete Orchester mit der Europahymne beginnen. Auf dem Programm stehen Werke von Bach, Debussy sowie Auszüge aus der fünften Sinfonie von Tschaikowski. Auch Alexis Scharff, Solokontrabassist beim Kurpfälzischen Kammerorchester, wurde für den Konzertabend gewonnen.

Der Eintritt ist frei – um Spenden wird gebeten. Schließlich sieht die Frankreichreise viele Stationen vor. Fest vereinbart sind bereits Konzerte Ende Juli in Isle-sur-la Sorgue, in Arles und Anfang August in La tour d‘Aigues und Villefranche-sur-Mer. Gespräche führt Musikschulleiter Bjoern Strangmann derzeit mit Verantwortlichen in Toulon, das seit 60 Jahren mit Mannheim über eine Partnerschaft verbunden ist. Wenn alles klappt, soll die Freundschaftsreise mit einem Auftritt (am 28. Juli) in der südfranzösischen Hafenstadt beginnen. „Es ist wunderbar Musik als völkerverbindendes Geschenk, das von allen verstanden wird, einzusetzen“, schwärmt Orchesterleiter Reinke. Bis es soweit ist, stehen allerdings noch viele organisatorische Herausforderungen an. „Wir reisen schließlich mit Mann und Maus, Pauke und Trompete, außerdem mit zwei Bussen“, schildert Bjoern Strangmann.

Als er vor Wochen die Geschäftsführerin des Mannheimer Instituts Français um Unterstützung bei dem Benefizkonzert bat, rannte er bei Virginie Jouhaud-Neutard offene Türen ein. „Für uns gibt es zwei große Festtage – der Nationalfeiertag am 14. Juli und der 22. Januar“.