Mannheim

Fasnacht Debatte über Umzug bei der Karnevalskommission

Kosten steigen immer mehr

Archivartikel

Organisation und Finanzierung des Fasnachtszuges werden immer aufwendiger. „Das ist ehrenamtlich kaum noch zu bewältigen“, sagte Thomas Dörner, der Präsident der Karnevalskommission, bei der Jahreshauptversammlung der Dachorganisation von 23 Mannheimer Karnevalsvereinen. Der Umzug, der jeweils im Wechsel in Mannheim und Ludwigshafen stattfindet, wird in Mannheim von den Vereinen selbst organisiert. In der Chemiestadt übernimmt das die städtische Tochtergesellschaft Lukom.

Nach den Worten von Dörner hat sich die Wegstrecke durch die Planken und um den Friedrichsplatz herum bewährt. „Die Resonanz war sehr positiv“. Dennoch gebe es Gespräche mit der Stadt, „den Zugweg zu verlängern“, wie er sagte: „Aber die Gespräche laufen, noch gibt es da nichts Neues“, erklärte er. Neben der Organisation des ganzen Umzugs ist die Karnevalskommission für die Wagen des Stadtprinzenpaares und der Kleppergarde zuständig.

Gitter und Ordner

Laut Kassenprüfer Werner Barth steigen die Kosten für die Sicherheit beim Fasnachtszug von Jahr zu Jahr. Allein für Absperrgitter habe man 42 000 Euro aufwenden müssen, dazu kämen noch die Mitarbeiter eines privaten Sicherheitsdienstes für die Absperrungen und der Rettungsdienst. Bislang wird das durch den städtischen Zuschuss gedeckt. „Aber wenn uns die Firmen da nicht so entgegenkommen würden, wäre die Summe noch höher“, machte Dörner deutlich. Aber die Zusammenarbeit mit der Stadt sei sehr gut, versicherte der Präsident. Doch ohne deren Unterstützung sei ein Fasnachtszug, mit über 250 000 Zuschauern die die publikumsträchtigste Veranstaltung Mannheims und dank SWR-Liveübertragung landesweit präsent, nicht möglich, betonte Dörner. Bei den regulären Vorstandswahlen wurden „Pilwe“-Präsident Rolf Braun und Horst Lederer, der Chef der Neckarstädter „Schlappmäuler“, in ihren Ämtern als Vorstandsmitgliedern der Dachorganisation bestätigt.

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