Mannheim

Kreativität trägt durch die Krise

Archivartikel

Zur Zeit könnte man im Büro von „MM“-Redakteurin Lea Seethaler den Eindruck bekommen, man befinde sich am Set eines Krimis. Auf großen Bildschirmen werden Bilder von maskierten Personen ausgewertet. Und zwar genauestens. Es wird verglichen, notiert und – das ist der Unterschied zum „Tatort“ – zwischendrin aber auch mal herzlich gelacht. Denn viele Leser haben zur Aktion „Mannheims schönste Maske“ 140 kreative (Stoff-)schöpfungen auf der Internetseite des „MM“ hochgeladen.

Dabei zeigt sich, dass die Masken der Mannheimer genauso vielfältig sind wie sie selbst. Manche nehmen die Krise mit Humor und haben sich kurzerhand einen halben BH zur solidarischen Schutzmontur umfunktioniert. Andere wieder sind sehr auf die Einhaltung der Regeln bedacht und zeigen das durch ein aufgedrucktes „Uffbasse – Abschdand halde!“ auf weißem Stoff. Nun haben es 22 der eingesandten Bilder ins „Finale“ geschafft. Im nächsten Schritt wird eine Auswahl in Farbe in der Zeitung erscheinen – und dann können Sie als Leser mitentscheiden, wer „Mannheims schönste Maske“ trägt. Dass die Einsender der Masken aus der aktuellen Krisensituation eine Tugend gemacht haben, gibt ein gutes Gefühl. Und die Wahl der Finalisten, die fiel richtig schwer. Viele wunderschöne Masken haben wir bekommen. Ästhetisch in Design und Botschaft. Und beim Auswerten, da war so etwas wie Gemeinschaftsgefühl zu spüren – auf eine ganz besondere Art. Lea Seethaler

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