Mannheim

Alter Messplatz Seebrücke Mannheim ruft zu Demo auf

Kritik an Lagern für Flüchtlinge

Archivartikel

Das Aktionsbündnis Seebrücke Mannheim ruft zur Demo für bessere Bedingungen in Flüchtlingsunterkünften auf. Am Samstag, 20. Juni, dem internationalen Weltflüchtlingstag, treffen sich Initiatoren und Gleichgesinnte um 15 Uhr zur Kundgebung auf dem Alten Messplatz.

Das menschenunwürdige Lager in der Industriestraße sei Anfang Juni geräumt worden, schreiben die Mitglieder des Bündnisses in einer Pressemitteilung: „Doch die Menschen müssen weiterhin in Lagern leben. Ihre Lage hat sich nur minimal verbessert“, kritisiert Lena Daffner von der Seebrücke Mannheim. Sie weist auf eine „vermutlich lange andauernde Sanierung“ in der Industriestraße hin: „Das Gebäude ist so baufällig, dass es Jahre dauert, bis es wieder bezugsfähig ist. Aber selbst dann ist es völlig ungeeignet für die Unterbringung und die Bedürfnisse von geflüchteten Menschen“.

Die Seebrücke Mannheim fordert statt der Sanierung und Wiederbezug des Lagers in der Industriestraße, eine dezentrale, menschenwürdige und zukunftsfähige Unterbringung von Geflüchteten und das Hinwirken auf ein Landesaufnahmeprogramm in Baden-Württemberg durch die Stadt Mannheim.

Die kommunale Aufnahme von Geflüchteten aus Seenot geretteter Menschen müsse dringend ermöglicht werden, betonen die Mitglieder des Bündnisses. Mit einer Demonstration auf dem Alten Messplatz wollen sie deshalb erneut auf das Thema aufmerksam machen. 

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