Mannheim

Kundgebungen und Demonstrationen in Mannheim und Ludwigshafen

Mannheim.In Mannheim hat am Mittwochmorgen der Warnstreik im öffentlichen Dienst begonnen. Im Verkehrsverbund Rhein-Neckar (VRN) stehen Busse und Bahnen seit dem Beginn der Frühschicht still, wie die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi mitteilte. Auch in öffentlichen Einrichtungen wie Kitas, Krankenhäusern, Schwimmbädern und Jugendhäusern wird gestreikt. Auch alle Bürgerservices bleiben heute geschlossen, wie eine Sprecherin der Stadt Mannheim am Vormittag mitteilte. Die Abfallwirtschaft der Stadt ist von dem Warnstreik ebenfalls betroffen.

Bei einer Kundgebung auf dem Mannheimer Paradeplatz sprach gegen 10 Uhr Verdi-Chef Frank Bsirske. „Wir sind grundsätzlich bereit zusammen mit den Arbeitgebern den öffentlichen Dienst auch in den oberen Einkommensgruppen attraktiver zu machen. Aber nur, wenn es in den unteren und mittleren Gruppen einen deutlichen Sprung nach oben gibt. Das wird nur mit einem Mindestbetrag gelingen. Bisher zweimal kein Angebot, zweimal die Null, so kommen wir in Potsdam nicht zusammen“, betonte Bsirske in seiner Rede.

Nach Gewerkschaftsangaben versammelten sich auf dem Platz etwa 3000 Menschen. Jürgen Lippl, stellvertretender Verdi-Vorsitzender, zeigte sich in einer ersten Stellungnahme zufrieden mit der Streikbeteiligung. Die Gewerkschaft hat die Angestellten des öffentlichen Dienstes in Mannheim und im gesamten Bezirk Rhein-Neckar am heutigen Mittwoch zum Warnstreik aufgerufen.

Aufgrund der Demonstrationszüge und der Kundgebung mussten Straßen in der Mannheimer Innenstadt gesperrt werden, dadurch wurde auch der Verkehr beeinträchtigt.

Am Mittwochmorgen waren auch die Hauptzufahrtsstraßen nach Mannheim stark frequentiert, sodass es nach Angaben der Polizei zu teilweise erheblichen Verkehrsbehinderungen kam. Pendler seien aber „gut vorbereitet“ auf den Streik gewesen, so ein Sprecher der Polizei.

Kundgebung auch in Ludwigshafen

Quasi als Spiegelbild zu Mannheim hält die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi auch auf der anderen Seite des Rheins Demonstrationen ab. Auf dem Theaterplatz in Ludwigshafen versammeln sich derzeit nach Angaben der Veranstalter etwa 2000 bis 2500 Menschen zu einer Kundgebung - viele auch aus umliegenden Städten in Rheinland-Pfalz. 

Nach einer Ansprache von Ludwigshafens Oberbürgermeisterin Jutta Steinrück, die den Streik als "wichtiges Zeichen" wertete, warteten die Demonstranten auf die Rede von Frank Bsirske, der gegen 11 Uhr auf dem Theaterplatz eingetroffen war.

Zum Thema