Mannheim

Kurdische Verbände kündigen Marsch von Mannheim nach Straßburg an

Mannheim.In insgesamt sieben Tagen wollen sie zu Fuß von Mannheim nach Straßburg ziehen - kurdische Verbände haben unter dem Motto "Freiheit für alle politischen Gefangenen. Gesundheit für Abdullah Öcalan" zu einem politischen Marsch aufgerufen. Wie die Mannheimer Polizei mitteilte, soll der sogenannte Kurdenmarsch am Sonntag, den 10. Februar um 9 Uhr vor dem Hauptbahnhof starten und in sieben Tagesetappen in Richtung Straßburg führen. Vorgesehen sind Zwischenstationen in Hockenheim, Bruchsal, Karlsruhe, Rastatt, Bühl und Kehl. Die Ankunft in Straßburg ist für Samstag, den 16. Februar geplant. Jährlich versammeln sich die Kurden in Straßburg zum Jahrestag der Verhaftung von Abdullah Öcalan, dem Chef der in der Türkei verbotenen kurdischen Arbeiterpartei (PKK). Er sitzt seit 1999 auf der türkischen Gefangeneninsel Imrali und büßt eine lebenslange Haft ab. Die Anmelder erwarten täglich rund 200 Teilnehmer. Der Demonstrationszug, der auch über öffentliche Straßen führt, wird von der Polizei begleitet.

Bei Märschen kurdischer Organisationen in und rund um die Quadratestadt war es in jüngerer Vergangenheit überwiegend ruhig geblieben. Polizeikräfte hatten Teilnehmer intensiv auf verbotene Signale wie Flaggen der als Terrororganisation eingestuften PKK hin kontrolliert. 2017 war bei tätlichen Auseinandersetzungen zwischen Türken und Kurden bei Bruchsal ein Mann durch einen Messerstich verletzt worden und musste in eine Klinik gebracht werden. 2018 war der Demonstrationszug kurzfristig abgesagt worden, um einen größeren Marsch von Zürich nach Genf zu unterstützen.