Mannheim

Fasnacht Auftakt beim Neujahrsempfang im Rosengarten mit großer Prunksitzung / Ex-Prinzessinnen diesmal ohne Auftritt / Neue Ideen bei den „Löwenjägern“

Kurpfälzer Narren legen jetzt richtig los

Archivartikel

Jetzt dürfen sie wieder – und legen gleich mit Trommeln und Trompeten groß los: Eingebettet in das große Programm aus Infoständen sowie Beiträgen von Sportvereinen, Jugendhäusern und Kultureinrichtungen richtet die Karnevalskommission beim Neujahrsempfang am Feiertag, 6. Januar, im Rosengarten bei freiem Eintritt eine große Prunksitzung im Musensaal aus.

Nachwuchs in der Bütt

Um 13.33 Uhr geht es mit dem Einmarsch der Vereine los. Der Auftakt wird lautstark dank der erst vor zwei Jahren neu formierten und seither stark gewachsenen Brassband der „Mannemer Stroseridder“. Die Käfertaler „Löwenjäger“ sind mit gleich drei Programmbeiträgen vertreten – einem Schautanz, ihren für gute Stimmungsmusik bekannten „Löwenjägerspatzen“ sowie dem Beweis, dass es doch Nachwuchs in der Bütt gibt: Das Kinderduo aus den Gardemädchen Chiara Belsanti und Lena Drogosch, das im Vorjahr Premiere hatte und überall gut ankam.

Der Feuerio schickt Protokoller Alexander Fleck in die Bütt und bestreitet mit seinen singenden „Drei Prinzen“ das Finale. Der Carneval Club Waldhof (CCW) ist mit seinem „Tontauben“ sowie in der Bütt mit Angelika Remmele vertreten, die Grokageli mit Tanzmariechen Marie-Sofie Hönsch und der Feudenheimer „Lallehaag“ mit seiner Schautanzgruppe „Suleiman“. Und es gibt gleich zwei Premieren an diesem Nachmittag – Irmi Benz von der Feudenheimer Frauenfasnacht in der Bütt sowie die Elferratsgarde der Edinger „Kälble“.

Unmut gab es im Vorfeld aber auch: Während im Vorjahr problemlos die erst 2018 von Elvira Jacobi gegründete, lose Gruppe „Princess forever“ mit fast 30 ehemalige Lieblichkeiten mit den Vereinen einmarschieren durfte, wird das den früheren Prinzessinnen in diesem Jahr verwehrt. Sie seien, so das Argument, kein Verein und daher kein Mitglied der Karnevalskommission.

Inklusion als Thema

Zugleich gibt es an diesem Wochenende aber bereits erste Fasnachtsveranstaltungen in den Stadtteilen, in Käfertal ebenso wie in Neckarau. Dort tritt Stadtprinzessin Maren-Michelle I., die vom Feudenheimer „Lallehaag“ gestellt wird, aber noch alleine auf. Komplett ist das Stadtprinzenpaar erst nach dem „Weißen Ball“ des Feuerio, der am 18. Januar den Prinzen inthronisiert. Die Kampagne 2019/20 ist relativ lang und endet am 26. Februar – dann ist Aschermittwoch. Die beliebte Hartung-Matinee findet am 16. Februar im Rosengarten, der gemeinsame Fasnachtsumzug der Städte Mannheim/Ludwigshafen am Sonntag, 23. Februar, „driwwe“, also in der Chemiestadt, statt.

Eine Neuerung haben in der neuen Kampagne die „Löwenjäger“ vor. „Zusammen sind wir bunt“ lautet das Motto, wenn sie am 8. Februar zur ersten Mannheimer Inklusionsprunksitzung im Kulturhaus Käfertal einladen. Dabei werden erstmals in Mannheim Menschen mit und ohne Behinderungen auftreten und gemeinsam feiern. „Wir hoffen sehr, dass wir damit einen kleinen politischen Beitrag für ein besseres Zusammenleben leisten können“, so der Vorsitzende Bernd Nauwartat, der schon vor vier Jahren erfolgreich eine „Sitzung unter dem Regenbogen“ initiierte.

Zum Thema