Mannheim

Soziales Deutsch-Amerikanischer Frauenarbeitskreis übergibt Spenden in Höhe von 35 500 Euro

Ladys schütten Füllhorn aus

Mit einer Wärmestube und Suppenküche fingen sie 1951 an. Inzwischen haben sie durch ihre ehrenamtliche Arbeit knapp zwei Millionen Euro an Geldern erwirtschaftet und für soziale Zwecke ausgegeben: die Damen des Deutsch-Amerikanischen Frauenarbeitskreises (DAFAK). Nun schütteten sie im Café Pflanzenschauhaus im Luisenpark an 26 Organisationen weitere 35 500 Euro aus, „weil es auch in unserem Wohlfahrtsstaat noch Not und Bedürfnisse genug gibt, wo wir helfen können und wollen“, so DAFAK-Präsidentin Doris-Jean Petereit.

Sie, Regina Gentgen als Chairlady Welfare und Barbara Müller haben ihre Ämter neu übernommen, „weil unsere Vorgängerinnen nach 18 Jahren auch mal in Urlaub gehen wollen“, wie sie erklärte. Viele Benefizaktionen seien auch schwieriger geworden. „Früher haben die Leute bei Haushaltsauflösungen auf den Pfennigbasar gewartet, heute setzen sie es auf Ebay“, seufzte Petereit. Doch es bleibe dabei, dass der Erlös aus den beiden Benefizkonzerten im Frühjahr im Luisenpark und im Advent im Rosengarten sowie aus dem Pfennigbasar „mit der Gießkanne von A bis Z“ verteilt werde.

An erster Stelle bedachte Petereit bewusst „Organisationen, die lebenswichtige Aufgaben in unserer Gesellschaft übernehmen“, wie sie sagt. So erhielt die DLRG eine Spende für die Anschaffung digitaler Funkgeräte und die Freiwillige Feuerwehr Feudenheim, die beim Pfennigbasar immer kräftig mit anpackt, Geld für die Anschaffung eines Handkarrens mit Ausrüstung für Überungen der – wachsenden – Jugendfeuerwehr. Unter der Überschrift „Gesundheitsfürsorge“ wurde die Beratungsarbeit der Krebsgesellschaft Rheinland-Pfalz wie auch ein – vor Hautkrebs schützendes – Sonnensegel der Kindertagesstätte Halmhuberstaße mitfinanziert.

Geld auch als Ermutigung

Ob die Schule für psychisch kranke Kinder in J 5, das Wespinstift, der Wiesenkindergarten Feudenheim, der Kinderladen „Seebärchen“, die „Mannheimer Platte“ oder der Verein „Little League Baseball“ – sie alle durften sich über eine Geldspritze für wichtige Ausstattungsgegenstände freuen. Als „Unterstützung und Ermutigung bei wichtiger Arbeit“ sehen die DAFAK-Frauen nach den Worten von Präsidentin Petereit die Schecks für das St.-Anna-Haus, den Elternkreis Frühgeborener und die „Mannheimer Starthilfe“ am ZI. Ebenso gingen Gelder an das Kinderklinik-Radio „Rumms“, den „Lebenshilfe“-Schulkindergarten, das Jugendhaus Herzogenried, das Kinderheim St. Josef, die Interessengemeinschaft Behinderter Ludwigshafen, das Bürgerhospital, die Seniorentagesstätte in K 1 und die Viva-Beratung für ältere Menschen.

Gleichfalls am Herzen liegen den DAFAK-Damen die Stiftung Künstlernachlässe und der Förderverein Jugendbücherei sowie der Studentenaustausch mit Amerika. Traditionell bedacht wird auch stets die „MM“-Aktion „Wir wollen helfen“, „weil die etwas Wichtiges tut, was wir nicht tun können – in Not geratenen Einzelpersonen zu helfen“, begründete dies die Präsidentin.