Mannheim

Augustaanlage Ersatz defekter Bodenleuchten kostet 100 000 Euro

Lampen werden ausgetauscht

Archivartikel

Mehr als die Hälfte der Bodenlampen ist kaputt, daher sollen jetzt alle ausgetauscht werden: Der Fußweg in der Mitte der Augustaanlage erhält eine neue Beleuchtung. 100 000 Euro aus dem Topf, der ohnehin zur Sanierung der Straßenbeleuchtung zur Verfügung steht, haben die Stadträte dafür jetzt bewilligt.

Die gesamte, 2011 bis 2015 installierte Anlage habe sich „im Alltag als zu störanfällig erwiesen“, so Jan Krasko, der Sprecher des Baudezernats, schon knapp vor einem Jahr auf Anfrage dieser Redaktion. Damals häuften sich Leserbeschwerden, dass die eigentlich effektvolle Beleuchtung von Mannheims Prachtallee kräftige Lücken aufwies. Die neu angelegten Wege und frisch gepflanzten Platanen blieben oft dunkel, weil die im Boden eingelassene Beleuchtung teils außer Betrieb ist.

Ab 2011 hatte die Stadt nicht nur einfach die alten Bäume in der zur 300-Jahr-Feier Mannheims 1907 angelegten Allee gefällt, die vielfach unter Krankheiten litten. 228 Platanen wurden neu gesetzt, für die 422 Spender insgesamt rund 650 000 Euro aufbrachten. Zugleich wurde für insgesamt fünf Millionen Euro das gesamte Aussehen der rund 1200 Meter langen, nach Kaiserin Augusta benannten Stadteinfahrt grundlegend neu gestaltet – neuer Weg, neues Pflaster, unterirdische Bewässerung, Papierkörbe, Bänke und eben Bodenlampen.

Dass sie so kurz nach der Installation wieder ausgetauscht werden müssen, führte schon zu kritischen Fragen bei den Stadträten. Aber die Stadtverwaltung geht nicht davon aus, dass sie Gewährleistungsansprüche geltend machen kann. Von den ursprünglich 114 in der Augustaanlage installierten Bodenleuchten gingen viele nach und nach kaputt. Teils lag das an defekten Dichtungen an den Glaseinfassungen. Da die Leuchten in mehreren Reihen zusammen geschalten sind, waren immer gleich mehrere betroffen.

Schäden durch Hundeurin

Die Vorlage für die Stadträte nennt als Grund für die aufgetretenen Korrosionsschäden nun Beschädigungen des Leuchtengehäuses mit Urin, vermutlich Hundeurin. Aber auch Rasenmäher haben, so die Verwaltung mündlich in der Sitzung, ihre Spuren hinterlassen.

Als Ersatz werden jetzt energiesparende LED-Leuchten bestellt, die niedriger sind als der bisherige Typ. „Hierdurch wird eine geringere Anfälligkeit für Beschädigungen und weniger schadensbedingte Korrosion sowie einem geringeren Anreiz für Hunde, dort zu urinieren, erwartet“, so die Stadtverwaltung. Zudem könnten die vorhandenen Edelstahlgehäuse im Boden weiterhin genutzt werden – was den Austausch billiger und schneller mache. Wegen der „Licht-Raumwirkung der Schmuckallee“ müssten aber alle und nicht nur die defekten Lampen ersetzt werden.

Die Lieferzeit nach der Bestellung betrage derzeit zwischen zehn und zwölf Wochen. Dann dauere es noch einmal vier bis sechs Wochen, ehe die neuen Leuchtkörper installiert sind. Geplant ist die Umsetzung „im Sommer 2020“, so das Baudezernat.

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