Mannheim

Was Leser ärgert Frau bestellte Behälter bereits vor Monaten

Langes Warten auf die Gelbe Tonne

Archivartikel

Der schmucke Neubau auf dem lange brachliegenden Grundstück in der Stengelhofstraße (Rheinau) ist seit Januar fertig, mittlerweile sind die Wohnungen des Mehrfamilienhauses alle vermietet. Hausbesitzerin Giovanna Campanella wartet allerdings noch immer darauf, dass sie für ihre Mieter eine Gelbe Tonne bekommt: „Wir haben beim zuständigen Entsorger Knettenbrech und Gurdulic schon mehrmals nachgefragt und eine 1100-Liter-Abfalltonne beantragt, doch geliefert wurde bis heute nicht”, beklagt sie.

Zunächst, so die Hausbesitzerin, sei ihr von dem Unternehmen mit Firmenzentrale in Wiesbaden versprochen worden, die Tonne werde nach zwei Wochen geliefert. Doch aus diesen zwei wurden dann zunächst einmal acht Wochen. Immer wieder sei sie vertröstet worden. Doch geschehen sei nichts.

Dabei, so glaubt sie, stehen die Abfallbehälter bei Knettenbrech und Gurdulic auf dem Betriebshof. Handyfotos hat sie von außerhalb auf den Hof der Firma gemacht. Auch das Versprechen, ein Mitarbeiter der Firma würde innerhalb von zwei Wochen Kontakt mit ihr aufnehmen, sei nicht eingehalten worden. Campanella: „Bis heute hat sich niemand gemeldet.“

„Können Unmut nachvollziehen“

Ohne Erfolg, so die Zeitungsleserin, sei zudem ihre Anfrage bei dem Zentralruf der Stadt Mannheim gewesen. Unter der 115 habe man sie lediglich zur Knettenbrech-und-Gurdulic-Zentrale nach Wiesbaden verwiesen, wo sich nach Darstellung Campanellas „niemand“ für die Mannheimer Kundschaft zuständig gefühlt habe. Nachfragen dieser Zeitung sowohl in der Mannheimer Niederlassung als auch bei Geschäftsführer Steffen Gurdulic in der Wiesbadener Zentrale des Entsorgungsunternehmens blieben unbeantwortet.

„Wir können den Unmut der Leserin nachvollziehen, halten uns jedoch mit einer Einschätzung zum Kundenumgang bei Knettenbrech und Gurdulic zurück”, so Kevin Ittemann, Sprecher im Umweltdezernat der Stadtverwaltung. „Damit die Leserin ihre Tonnen bekommt, können wir anbieten, dass sie sich samt Name und Adresse direkt an unsere Abfallwirtschaft wendet. Wir setzen uns dann mit der Firma in Verbindung, vielleicht bewirkt das mehr.

Unsere Leserin hat sich in der vergangenen Woche nun an die Stadtverwaltung gewendet, wie Ittemann dem „MM“ bestätigte. Giovanna Campanella bleibt indessen skeptisch: „Unsere Mieter nehmen uns ja auch nicht mehr ernst, obwohl wir fast alle Hebel in Bewegung gesetzt haben, an eine Gelbe Tonne zu gelangen“, seufzt sie. has/lang