Mannheim

Waffenexport „Frieden Geht!“ zwei Tage in Heidelberg und Mannheim zu Gast

Laufen für eine bessere Welt

„Frieden geht!“ ist ein Staffellauf gegen Rüstungsexporte und für eine friedlichere Welt. Er führt vom 21. Mai bis zum 2. Juni durch ganz Deutschland. Am 24. und 25. Mai machen die Teilnehmer auch Station in Heidelberg und Mannheim.

„Die Bundesrepublik Deutschland ist weltweit der drittgrößte Rüstungsexporteur von Kleinwaffen, mit denen in kriegsführenden Staaten Menschenrechte verletzt und Zivilisten zur Flucht gezwungen oder getötet werden“, sagt Hedi Sauer-Gürth vom Friedensplenum Mannheim. Sie ist eine der Organisatorinnen des insgesamt 1163 Kilometer langen Laufs, der in 83 Unteretappen gegliedert ist, für die man sich jeweils anmelden kann. „Start ist in Oberndorf, weil sich dort der Firmensitz von Heckler und Koch befindet, die zu den größten Waffenherstellern Deutschlands gehören. Das Ziel ist Berlin, da dort die Politik gemacht wird, die für den Waffenexport verantwortlich ist“, sagt Sarah Gräber, Koordinatorin des Staffellaufs.

Am vierten Tag führt die Strecke vom Etappenstart in Reilingen aus über den Heidelberger Hauptbahnhof nach Ladenburg und von hier am Neckar entlang nach Mannheim. An den jeweiligen Endpunkten erwarten die Läufer verschiedene Infostände zum Thema Waffenexport. Zusätzlich werden die Teilnehmer am Ende des ersten Tages gegen 19 Uhr auf dem Alten Messplatz durch die Bürgermeisterin Ulrike Freundlieb im Rahmen eines Abschlussfestes empfangen. Am nächsten Tag geht der Lauf um 8 Uhr in Richtung Lorsch weiter.

„Teilnehmen lohnt sich“, sagt Freundlieb. Bei der Aktion „Frieden Geht!“ gehe es zum einen um die Verbesserung der persönlichen Fitness, zum anderen sei es ein deutliches Zeichen für Frieden und gegen Rüstungsexporte. Die Bürgermeisterin betont, dass die Unterstützung des Projekts eine Herzensangelegenheit sei. Sie wünscht der Aktion eine hohe Aufmerksamkeit.

Die Veranstalter freuen sich nicht nur über Läufer, auch Helfer werden gesucht. „Aktuell haben wir etwa 300 Anmeldungen, wir brauchen aber noch helfende Hände an den vielen Versorgungsstationen und für andere Hintergrundtätigkeiten“, sagt Gräber. Der Lauf hat keinen Wettkampfcharakter, die Läufer absolvieren die Strecke in einem Pulk.