Mannheim

Bildung Förderprogramm in der Neckarstadt-West abgeschlossen

Lernwerkstatt bleibt bestehen

Archivartikel

Das seit zehn Jahren laufende Bildungs-Förderprogramm „Ein Quadratkilometer Bildung“ in der Neckarstadt-West ist mit einer Abschlussveranstaltung im Marchivum zu Ende gegangen. „Es gehört zu den vordringlichsten Zielen unserer Stadt, die Bildungsgerechtigkeit insbesondere in den benachteiligten Stadtteilen zu erhöhen und gleiche Teilhabechancen für alle zu schaffen“, erläuterte Bildungsbürgermeisterin Ulrike Freundlieb (SPD). Das Projekt, sozialräumlich auf den Schulbezirk der Humboldt-Grundschule Neckarstadt-West ausgerichtet, wurde in privat-öffentlicher Kooperation von der Freudenberg Stiftung, der Stadt und dem Staatlichen Schulamt finanziert.

Einrichtungen vernetzt

Ziel war es, eine Bildungskultur über mehrere Einrichtungen zu entwickeln und zu erproben, um die Kinder möglichst optimal und individuell zu fördern. Die Grundschullehrer vernetzten sich und kooperierten gezielt mit den Erziehern der Kindertageseinrichtungen, den Eltern und allen weiteren Bildungseinrichtungen in der Neckarstadt-West. Das Herzstück von „Ein Quadratkilometer Bildung“ war die „Pädagogische Werkstatt“, die als Motor, Impulsgeber und Koordinator des Bildungsverbundes im Stadtteil fungierte.

Ein besonderes Merkmal war, dass es sich nicht um Einzelmaßnahmen handelte, sondern ein integriertes Gesamtkonzept entwickelt wurde. Es entstanden Praxisbausteine, von denen Vorschulkinder aus den kooperierenden zehn Kindertagesstätten und Schüler der Humboldt-Grundschule profitierten. Beispiele sind eine Weiterentwicklung der Lernwerkstatt in der Grundschule, um Vorschulkinder sowie Schüler auf schulische Anforderungen intensiv vorzubereiten, der Einsatz individueller Sprachbegleiterinnen der Hochschule Mannheim für Kita-Kinder oder Maßnahmen in der Grundschule, um kognitive Flexibilität oder Konzentration durch Bewegungs-, Musik-, Theater- und Spielangebote zu fördern.

Nach Projektabschluss sollen viele Maßnahmen und Kooperationsformen, die sich bewährt haben, im Elementar- und Primarbereich fortgeführt werden: Etwa kann die mit Medien und Materialien ausgestattete Lernwerkstatt für die mathematische, sprachliche und naturwissenschaftliche Bildung genutzt werden. Die Lesekompetenz soll durch den Ausbau einer Schülerbücherei gefördert werden, außerdem gibt es passgenaue Förderung in Deutsch, Mathematik und im Sachunterricht, auch in Kooperation mit Lern- und Lesepaten.

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