Mannheim

Waldorfschule Verhalten des Landes stößt auf Unverständnis

Leser wollen Sozialprojekt unterstützen

Wegen der landesweiten Verlegung der Realschulprüfung musste die Freie Interkulturelle Waldorfschule (FIW) 1538 Euro mehr zahlen, um ihr Sozialprojekt in Istanbul mit zehn Schülern und zwei Betreuern durchführen zu können. Die Weigerung des Landes, diese zusätzlichen Kosten zu übernehmen (wir berichteten), stößt unter Lesern dieser Zeitung auf großes Unverständnis. Er verstehe „den Unmut der Schulleiterin durchaus“, schreibt etwa Bernhard Bitsch auf der Facebookseite des „MM“: „Schließlich handelte es sich ja nicht um eine ,Lustreise’“. Eine Leserin macht ihren Ärger in einer Mail deutlich: „Ich finde es unsäglich, dass man der Schule für dieses tolle Projekt nicht die zusätzlichen Kosten erstattet – schließlich konnten die Schüler ja nichts für die Verlegung der Prüfung.“

Benefizkonzert geplant

Gleichzeitig zeichnet sich die Bereitschaft ab, die Schule zu unterstützen. Die Leserin möchte einen Beitrag leisten – jeder kann das, indem er unter dem Stichwort „Sozialprojekt“ auf das FIW-Konto mit der IBAN DE65 6705 0505 0038 1201 23 spendet. Eine andere wandte sich direkt an FIW-Geschäftsführerin Susanne Piwecki und vermittelte einen Kontakt zu Rolf Stahlhofen. Nach Angaben von Piwecki plant er ein Benefizkonzert, ein Termin steht noch nicht fest. Auch Cem Yalçinkaya, der stellvertretende Vorsitzende des Migrationsbeirats, möchte mithelfen, das Geld zusammenzubekommen – falls sich die Angelegenheit nicht seitens des Ministeriums doch noch zum Guten wende.

Davon ist nicht auszugehen, die Entscheidung der Behörde war nach monatelangem Hin und Her definitiv. Daran konnte auch eine Intervention der Grünen-Landtagsabgeordneten Elke Zimmer nichts ändern. Dabei hatte das Land zunächst betont, die Schulen dürften „nicht auf den Kosten sitzenbleiben“. bhr