Mannheim

Lindenhof Familienheim-Genossenschaft plant Zentrale und Wohnungen im Glückstein-Quartier

Licht und Luft als Kriterien

Archivartikel

Rund 25 Millionen Euro steckt die Mannheimer Baugenossenschaft Familienheim Rhein-Neckar nach eigenen Angaben in ihr Bauprojekt auf dem Glückstein-Quartier im Lindenhof. Dabei soll einerseits Platz für etwa 110 Mitarbeiter der Genossenschaft in einer Verwaltungszentrale sowie rund 60 Wohnungen für Familien entstehen. Das ist das Ergebnis des Architektenwettbewerbs, den das Unternehmen vor gut einem Jahr ausgeschrieben hat.

Den ersten Platz belegte dabei das Architektenbüro Wittfoht aus Stuttgart. Auf der Fläche der ehemaligen Feuerwache Süd entsteht demnach auf einem 3200 Quadratmeter großen Grundstück ein sechsgeschossiges Gebäude mit einer Gesamtnutzfläche von 11 000 Quadratmetern. „Mit ihrem Vorhaben gibt die Genossenschaft ihr absolutes Bekenntnis zu unserer Stadt ab“, freute sich Bürgermeister Lothar Quast.

Fünf Teilnehmer am Wettbewerb

Auch die Familienheim-Rhein-Neckar-Genossenschaft ist mehr als zufrieden mit dem Ergebnis. Das Unternehmen fühle sich, so der Vorstandsvorsitzende Gerhard Burkhardt, in Mannheim sehr wohl und habe als deutschlandweit agierende Immobilienfirma in der Stadt den richtigen Standort.

Fünf Architektenbüros haben ihre Entwürfe eingereicht. Dabei hätten sie sich einigen Herausforderungen stellen müssen, erklärte Klaus Elliger von der Stadtplanung. Neben einer komplizierten Geometrie, die die sonstigen Bauten im Lindenhof vorwiesen, sei es zudem ein logistisches Problem gewesen. Die Architekten hätten die Aufgabe gehabt, den Wohn- und Bürobau zur gleichen Zeit zu vereinen und trotzdem voneinander abzugrenzen.

Auch der Gewinner des Wettbewerbs, Jens Wittfoht, sprach von einer „schwierigen Aufgabe“. Wegen der Lage sei die Messlatte noch einmal höher gelegt worden, da der Lindenhof vom Wohnbau geprägt sei. Mit dem jetzigen Konzept habe man aber einen Stadtbaustein entworfen, der Ruhe und Kraft ausstrahle und zudem ein wertiger Beitrag für die Stadt sei. Den Verkehrs- und Städtelärm habe man damit gut umgangen und es gleichzeitig geschafft, „Licht und Luft von beiden Seiten“ in fast allen Wohnungen zu garantieren. „Und das sind die wichtigsten Kriterien fürs Wohnen“, sagte Wittfoht.