Mannheim

„Kochschürze“ Preis an steirischen Landeshauptmann

Liebe zur regionalen Küche

Ein Österreicher bekommt in diesem Jahr die „Mannheimer Kochschürze“. Beim traditionellen „Mannheimer Herrenessen“ Ende Februar wird sie Herrmann Schützenhöfer umgebunden, Landeshauptmann des österreichischen Bundeslandes Steiermark – und damit vergleichbar einem deutschen Ministerpräsidenten.

„Er ist ein absoluter Bekenner der europäischen Idee, wobei er in seiner früheren Tätigkeit als Tourismusminister die Kulinarik als besonders herausragendes Bindeglied zwischen den Völkern bezeichnet hat“, begründet Bert Schreiber die Ehrung durch die von ihm geleitete Rustikale Feinschmeckerchuchi Mannheim. Inzwischen amtiert er als Generalsekretär der Internationalen Vereinigung nationaler Clubs kochendem Männer.

„Geradezu prädestiniert“

Vor über 50 Jahren hat er die ungewöhnliche wie originelle Ehrung durch die „Mannheimer Kochschürze“ erfunden und es seither jedes Jahr geschafft, dafür einen Prominenten aus Politik, Showgeschäft, Wirtschaft oder Kultur nach Mannheim zu holen. Voraussetzung für die Auszeichnung ist, dass die jeweilige Person es in Beruf, Sport, Kultur oder Show verstanden hat, zu rühren und damit etwas Besonderes zu erreichen.

Schützenhöfer habe mehrfach seine Liebe zur guten regionalen Küche bewiesen und stehe „an der Spitze eines der wohl innovativsten Länder Mitteleuropas“, so Schreiber. Damit sei er „geradezu prädestiniert für die Auszeichnung“, so der Chef der Feinschmeckerchuchi.

Schützenhöfer ist nach dem Jahrhundert-Koch Eckart Witzigmann, dem damaligen Wiener Bundeskanzler Fred Sinowatz sowie dem früheren Botschafter Christian Posl der vierte Österreicher, dem die „Mannheimer Kochschürze“ umgebenden wird. Im vergangenen Jahr war Astronaut Ulf Merbold, zuvor Kanzleramtsminister Peter Altmaier ausgezeichnet worden.