Mannheim

Fasnacht Präsident Bodo Tschierschke bestätigt / Längste Amtszeit aller bisherigen Männer an der Spitze

„Lokomotive des Feuerio“ zieht weiter

Archivartikel

„Weiter gute Laune verbreiten und dabei nicht ’drauflegen“ hat er als Motto ausgegeben: Bodo Tschierschke steht unverändert an der Spitze des Feuerio. Seit 1999 ist er Präsident von Mannheims größter und ältester Karnevalsgesellschaft, womit er schon die längste Amtszeit aller bisherigen 17 Chefs des 1898 gegründeten Vereins erreicht hat.

Die „Lokomotive des Feuerio“, wie Senatspräsident Gert Stolze Tschierschke immer nennt, führt den Verein daher weiter. Er und sein Elferrat hätten „eindrucksvolle, großartige Arbeit geleistet“, bescheinigte Ältestenratspräsident Hermann Anhorn dem Ex-Prinz von 1984. Tschierschke ist Inhaber eines Raumausstattungsbetriebs in Ludwigshafen und war bis 1999 Elferrat. Dass er bei der geheimen Wahl drei Gegenstimmen kassierte, nannte Tschierschke gelassen „ein ehrliches Ergebnis“. Er wolle „weiter alles tun, um das Vertrauen zu rechtfertigen“. Auf Ehrlichkeit setzt er auch bei den Mitgliederzahlen: Lange nannte der Verein etwa 1000. Im Zuge der neuen Datenschutzgrundverordnung habe man alle vorhandenen Adressen angeschrieben, danach einige gestrichen und nun die Zahl von 809 erreicht. „Diese Zahl ist echt, und wir sind damit immer noch der mit Abstand größte Karnevalsverein der Region“, betonte Tschierschke.

In seinem Rückblick äußerte er sich sowohl mit dem Stadtfest zufrieden als auch mit dem Blumepeterfest, bei dem der Feuerio ehrenamtlich über 40 000 Euro für die „MM“-Aktion „Wir wollen helfen“ erwirtschaftete. Auch von der Kampagne zog Tschierschke ein positives Fazit, weshalb Finanzminister Frank Maier-Lindsiepe auch ein Plus von über 8000 Euro vorweisen konnte. „Ein vernünftiges, solides Ergebnis“, freute sich der Präsident. Prinz Dirk Berger sei „ein Volltreffer“ gewesen, „Weißer Ball“ und Maskenball in der Manufaktur ausverkauft, der Kindermaskenball im Rosengarten mit 700 Mädchen und Jungen sehr gut besucht. „Und für das nächste Jahr planen wir einige Überraschungen – es wird etwas Besonderes“, so Tschierschke. Auch das beliebte Büttenduo Hüther/Schuff sei 2020 nach einer Pause wieder dabei, kündigte der Präsident an.

Dabei kann er sich auf ein bewährtes Team verlassen: Finanzminister Maier-Lindsiepe, Kultusminister Michael Witt und Vorstandsmitglied Oliver Althausen, die turnusgemäß zur Wahl standen, wurden in ihren Ämtern bestätigt.