Mannheim

Night of the Jumps in der SAP Arena

Luc Ackermann erfüllt sich den EM-Traum

Archivartikel

Mannheim.Am Ende reißt er im Freudentaumel die Hände nach oben und weiß: Er hat es geschafft - der 20-jährige Luc Ackermann aus Thüringen ist Motocross-Europameister. Bei der "Night of the Jumps" in der Mannheimer SAP Arena, die als letzter Lauf der FIM Europameisterschaft galt, hatte Ackermann vor nur halb besetzten Rängen in der Quadratestadt als Spitzenreiter alle Chancen, sich den Titel zu sichern, und die nutzte er auf beeindruckende Art und Weise.

Bereits in der Qualifikation, bei der aus zehn Startern die besten sechs für das Finale ermittelt werden, präsentierte Ackermann seine Spezialität, den sogenannten "Double Backflip" (einen doppelten Rückwärtssalto) als letzten Sprung und setzte sich mit 32 Punkten Vorsprung deutlich vor den Wiedersacher und amtierenden Weltmeister Maikel Melero aus Spanien. Auch der Franzose Remi Bizouard, der in München überraschender Zweiter geworden war, konnte die Erwartungen mit verletzter Hand nicht erfüllen und qualifizierte sich als Sechster gerade eben noch für das Finale.

Vor dem ganz großen Jubel gab es dann noch zwei andere Siege zu bejubeln. Denn der Deutsche Routinier Kai Haase entschied nicht nur den "Best Whip"-Contest für sich, bei dem es gilt, besonders spektakuläre Tricks zu zeigen, bei denen das Motorrad in der Luft in Seitlage versetzt wird - auch den Pokal für den "Highest Air"-Contest holte er mit übersprungenen neun Metern vor dem Franzosen Brice Izzo in die Bundesrepublik.

Im Finale waren sämtliche Fahrer dann bestrebt, noch einmal ihr Bestes zu geben, um den Spitzenreiter Luc Ackermann doch noch einzuholen. Vor allem der Tscheche und mehrfache FMX-Weltmeister Libor Podmol machte noch einmal auf sich aufmerksam, doch auch der Franzose David Rinaldo überraschte mit einer riskanten Mischung aus Backflips und der sogenannten "California Roll", bei der sich der Fahrer in der Luft einmal komplett um die eigene Achse dreht. Doch Luc Ackermann ließ sich weder von diesen Konkurrenten, noch von einem starken Maikel Melero beeindrucken, ging auch in seinem letzten Lauf noch einmal volles Risiko und setzte sich mit 418 Punkten und damit stolzen 25 Punkten Vorsprung erstmals die EM-Krone auf. 

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