Mannheim

Gemeinsam Gärtnern Teilnehmer der Ehrenamtsaktion beenden die Saison im Luisenpark, indem sie einen Baum pflanzen / Mongolische Winterlinde am Barfußpfad

„Man arbeitet, schwätzt und erfährt auch viel“

Archivartikel

Die Temperaturen, der nasskalte Wind – all das passte: Eine Mongolische Winterlinde haben die Teilnehmer der Förderkreis-Aktion „Gemeinsam Gärtnern“ dem Luisenpark gespendet und dort nun an der Freizeitwiese gepflanzt. Damit beendeten sie die Saison, in der sie nun im dritten Jahr ehrenamtlich die Mitarbeiter des Luisenparks „enorm unterstützt“ haben, wie die Gärtnerische Leiterin Ellen Oswald lobt.

„Sie haben gepflanzt, geschnitten, gedüngt, bewässert, den Boden gelockert – alle gärtnerischen Handarbeiten“, zählt Oswald auf. Das ganze Sommerhalbjahr über waren dienstags zwischen 20 und 30 Ehrenamtliche unterwegs. „Wo die auftauchen, da wird ein Stück weggeschafft, das ist ganz beachtlich – und das bei den teils extremen Wetterbedingungen, der großen Hitze“, so Oswald anerkennend.

Bei einem dieser Einsätze kam die Idee auf, bei den „Lagerströmien-Tagen“, die der sommerlichen Trendpflanze gewidmet waren, selbst gezüchtete Kakteen anzubieten. Axel Laub, der den Kreis der ehrenamtlichen Gärtner zusammenhält, rundete den Erlös auf – und damit ging Ellen Oswald zur Baumschule Huben, um einen Baum zu kaufen. „Als die gehört haben, dass die Aktion auf Spenden und Ehrenamtliche zurückgeht, haben sie uns ein ganz besonders kräftiges Exemplar gegeben“, berichtet sie.

Zusammen griffen die „Gemeinsam Gärtnern“-Mitglieder nun zu Spaten, Schaufel und Gießkanne, um den Baum in der Nähe vom Hand- und Barfußpfad genau dort zu pflanzen, wo zwei alte, eingegangene Bäume hatten gefällt werden müssen. Ein Schild wird künftig immer darauf hinweisen, auf welche Gruppe diese Linde zurückgeht.

Älteste Teilnehmerin ist 85

Und es ist „eine ganz tolle Truppe, die prima zusammenhält“, wie Ursula Messner ihre Mitarbeit begründet. „Es ist einfach interessant, man arbeitet zusammen, schwätzt ein bisschen, erfährt auch viel“, ergänzt Ilse Gember. Schließlich vermittle Ellen Oswald auch stets Wissen über Pflanzen oder deren Pflege. „Wir sind deshalb von Anfang an dabei“, erzählt Wilfried Deufel. „Die Arbeit in der frischen Luft tut gut, und man kann auch immer fragen, wenn man ein Problem mit den Pflanzen zu Hause hat.“ So sei „eine richtig zusammengeschweißte Truppe“ entstanden. „Daher ist der Dienstag bei uns fest eingeplant“, ergänzt seine Frau Brigitte. Das gilt ebenso für Kläre Eschinger, mit 85 Jahren älteste Teilnehmerin. „Ich habe schon als Kind gerne im Garten gearbeitet und mache das jetzt immer noch, denn noch kann ich mich bücken“, sagt sie schmunzelnd. Es sei „einfach eine nette Gruppe und Frau Oswald so super, daher komme ich gerne.“

Info: Weitere Bilder unter morgenweb.de/mannheim

Zum Thema