Mannheim

Manet-Kunstwerk zieht nach 15 Monaten im Depot in Museum-Neubau

Mannheim. Das Monumentalgemälde "Die Erschießung Kaiser Maximilians von Mexiko" (1868/69) von Édouard Manet ist nach rund 15 Monaten im Depot in den Neubau der Mannheimer Kunsthalle eingezogen. Fachkräfte hängten das 3 Meter breite und 2,50 Meter hohe Bild am Dienstag vorsichtig in zwei mächtige Haken. Für die Öffentlichkeit ist das Herzstück der Mannheimer Kunstsammlung aber erst ab dem 1. Juni zu sehen. Nach monatelangen Arbeiten öffnet dann der 68,3 Millionen Euro teure Erweiterungsbau. Das Kunstwerk des französischen Malers Manet (1832-1883) hing früher im benachbarten Jugendstilbau.

Für den Transport musste das rund 100 Kilogramm schwere Ölgemälde aus dem Zierrahmen genommen werden. Am jetzigen Platz wird das Bild etwa drei Monate lang bleiben - dann zieht es weiter in den sogenannten Manet-Kubus des Museums. Das Meisterwerk ist die letzte von insgesamt vier Fassungen der Szene von Manet. Dem Bild liegt die Hinrichtung von Kaiser Maximilian, einem Bruder des österreichischen Kaisers Franz Josef, am 19. Juni 1867 zugrunde. Dargestellt ist der Augenblick, in dem die erste Salve auf die Verurteilten abgegeben wird. Maximilian steht mit Sombrero zwischen zwei Generälen.

Die Kunsthalle hatte das Bild 1910 gekauft - mit Finanzhilfe von neun Mannheimer Bürgern. Das Museum beherbergt künftig unter anderem auch die wohl weltgrößte Privatsammlung von Werken von Anselm Kiefer. (dpa) 

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