Mannheim

Report Muskel-Skelett-Leiden verursachen meiste Fehltage

Mannheim hat es im Kreuz

Archivartikel

Muskel-Skelett-Erkrankungen steigen weiter an, psychische Erkrankungen sinken stark – das sagt der neue DAK-Gesundheitsreport für die beiden am häufigsten in Mannheim vorkommenden Krankheiten aus. Demnach hat sich 2018 die Zahl von Fehltagen durch Rückenschmerzen und Co. um drei Prozent erhöht: Die Fehltage je 100 Versicherte sind im Vergleich zum Vorjahr von 261 auf 267 gestiegen. Die Ausfalltage bei psychischem Leiden, zu denen Depressionen oder Angststörungen zählen, sank um 16 Prozent – von 292 Fehltagen je 100 Versicherte auf 245. Bei Atemwegserkrankungen wie Bronchitis, Erkältungen und Mandelentzündungen gab es ein Plus von drei Prozent.

Krankenstand gestiegen

Fast jeder fünfte Ausfalltag im Stadtkreis Mannheim geht laut dem DAK-Report auf Muskel-Skelett-Erkrankungen zurück. Diese Erkrankungsgruppe verursachte 2018 auch die meisten Fehltage – und belegt mit 18,5 Prozent den ersten Platz. Die Ausfalltage bei psychischen Erkrankungen sind zwar am stärksten von allen Diagnosen gesunken – ihr Anteil am gesamten Krankenstand beträgt jedoch 17 Prozent. Seelisches Leiden zählt also zu dem zweithäufigsten Grund bei Fehltagen, gefolgt von Atemwegserkrankungen (16,2 Prozent), Verletzungen und Vergiftungen (10,6 Prozent) sowie Erkrankungen des Kreislaufsystems (6,3 Prozent).

Der Krankenstand im Stadtkreis Mannheim hat laut DAK zudem einen neuen Höchstwert erreicht. Während 2017 der Krankenstand bei 3,7 Prozent lag, ist sie vergangenes Jahr auf vier Prozent gestiegen – und liegt damit über dem Landesdurchschnitt (3,7 Prozent). An jedem Tag des Jahres waren also von 1000 Arbeitnehmern 40 krankgeschrieben. Der höchste Krankenstand in Baden-Württemberg wurde mit 4,3 Prozent im Neckar-Odenwald-Kreis verzeichnet, der niedrigste mit 3,1 Prozent im Stadtkreis Stuttgart. Der Stadtkreis Heidelberg zählt mit 3,3 Prozent zu den Regionen mit dem niedrigsten Krankenstand. mica

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