Mannheim

Grüne II Ministerpräsident Kretschmann lobt Entwicklung der Stadt / Fraktionsvorsitzender Schwarz nennt seine Topthemen

„Mannheim ist sehr unternehmerisch“

Bevor die Mannheimer selbst diskutieren können, müssen sie zunächst einmal fast eine Stunde zuhören. Denn vor jeder Veranstaltung gibt es Grußworte – und die ziehen sich an diesem Mittwochabend beim Bürgerdialog der Grünen in die Länge, es sprechen Mannheims Oberbürgermeister Peter Kurz, Landtagsabgeordnete Elke Zimmer, Fraktionsvorsitzender Andreas Schwarz und Ministerpräsident Winfried Kretschmann.

Sicher und bezahlbar wohnen

Im Vorfeld des Events hatten die Abgeordneten ihre Klausurtagung in Mannheim. Fraktionschef Schwarz nennt in seiner Rede seine Topthemen, die auch in der Tagung zur Debatte gestanden haben sollen: Sicherheit, sozialer Wohnungsbau und Klimaschutz. „Wir haben bereits zusätzliche Stellen bei der Polizei und in der Justiz geschaffen“, sagte Schwarz. Die Grünen wollen sich überlegen, was noch zu einem höheren Sicherheitsempfinden der Menschen beiträgt. Da sei auch die Stadtplanung gefragt – dort genauso wie beim Thema bezahlbarer Wohnraum. „Davon brauchen wir dringend noch mehr. Der Markt versagt dabei momentan.“ Sein drittes Thema an diesem Abend ist der Klimaschutz, der mit Kohleausstieg und der Förderung von erneuerbaren Energien sowie Sanierung von Gebäuden einhergehe.

Ministerpräsident Winfried Kretschmann geht in seinem Grußwort zwar auch auf Umweltschutz, die digitalen Herausforderungen in naher und ferner Zukunft sowie den gesellschaftlichen Zusammenhalt ein, spricht aber auch über die Stadt, in der er in diesem Moment steht: „Mannheim ist sehr unternehmerisch“, sagt er über die aktive Gründerszene, die wirtschaftliche Dynamik, die er hier sehe – das große Potenzial. „Auch Mannheim ist hip, nicht nur Berlin.“ Dabei begleitet er die Entwicklung der Stadt schon länger. „Mannheim war lange das Sorgenkind der Landesregierung, hat sich aber sehr gut entwickelt. Das gelingt allerdings nur“, so der Ministerpräsident, „wenn die Menschen vor Ort etwas auf die Beine stellen wollen. Das tun sie hier.“