Mannheim

Mannheim: Klage von NTM-Mitarbeiter endet mit Vergleich

Mannheim.Vor dem Mannheimer Arbeitsgericht hat am Freitagmittag die Kündigungsschutzklage eines Mitarbeiters des Nationaltheaters mit einem Vergleich geendet. In dem Prozess am Freitagvormittag ging es um eine außerordentliche fristlose Entlassung aufgrund einer strittigen Überstundenregelung als Ersatz für eine gestrichene Erschwerniszulage.

Auf Vorschlag der Kammer einigten sich die Parteien darauf, den fristlosen Rauswurf in eine außerordentliche Kündigung mit sozialer Auslauffrist zum 30. September 2017 zu verwandeln. Außerdem soll der Leiter des Fahr- und Sonderdienstes eine Abfindung in Höhe von 30 000 Euro gezahlt werden. Der Anwalt der Stadt behielt sich für die Arbeitgeberin eine Widerruffrist für den Vergleichs bis 22. September vor.

Der Fall war durchaus außergewöhnlich: Der Mann hatte sich nach Angaben des Arbeitsgerichts seit Jahren – über tatsächlich geleistete Überstunden hinaus – monatlich sieben Überstunden aufgeschrieben und diese ausgezahlt bekommen. Das Ganze sei ein Ausgleich für eine weggefallene Zulage gewesen und auf Vorschlag der Personalreferentin passiert, gab der Gekündigte an. Er habe sich darauf verlassen, dass die Referentin für eine solche Regelung berechtigt gewesen sei. Die Stadt war aber der Auffassung, dass der Mitarbeiter davon keineswegs ausgehen konnte. (wam/bro/mik)

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