Mannheim

Vortrag

Mannheimer als Kolonialist in Afrika

Archivartikel

Der gebürtige Mannheimer Theodor Seitz war von 1907 bis 1915 Gouverneur der deutschen Kolonien Kamerun, dem heutigen Namibia. In dieser Zeit war die deutsche Kolonialmacht aufgrund ihrer brutalen Eroberungen unter politischen Druck geraten. Bis heute wird er im öffentlichen Gedenken häufig als humaner Reformer verklärt. Historiker Dominik Nagl erläutert am Montag, 24. Juni, um 19 Uhr im ökumenisches Bildungszentrum Sanctclara (B 5, 19) Seitz’ Haltung zur „Rassenfrage“ und den Emanzipationsbestrebungen in der kolonialen Welt. Auch die geopolitische Konzeption des Nationalsozialismus ist Thema, die von Seitz zugleich als Chance und Bedrohung seiner kolonial-politischen Bestrebungen wahrgenommen wurden.