Mannheim

Sitzung im Gemeinderat

Mannheimer Gemeinderat beschließt Finanzhilfe für Club-Betreiber

Archivartikel

Mannheim.Der Mannheimer Gemeinderat hat zwei Unterstützungspakete für Club-Betreiber auf den Weg gebracht, die unter Finanzeinbußen durch die Corona-Krise leiden. Zum einen votierten sie mit großer Mehrheit - nur die FDP war dagegen - für einen Antrag der SPD. Die Idee: Der fürs ausgefallene Stadtfest vorgesehene Zuschuss in Höhe von 126 000 Euro wird in einen Sonderfonds für die Club-Szene gesteckt. Ein Runder Tisch, unter anderem mit Vertretern der Szene und den kulturpolitischen Sprechern der Fraktionen, soll klären, wie der Betrag sinnvoll eingesetzt werden kann. Der Runde Tisch soll bereits diesen Freitag tagen. Die CDU-Fraktion konnte mit diesem Antrag mitgehen - sie hatte zuvor in einem eigenen Antrag gefordert, das Geld konkret für eine mehrwöchiges Freiluftfestival für die Clubszene zu verwenden. Damit fanden die Christdemokraten allerdings keine Mehrheit.

Außerdem beschloss der Gemeinderat gegen die Stimmen von CDU, FDP, Freie Wähler/Mannheimer Liste und Teilen der AfD, dass sich Mannheim mit 90 000 Euro an einer Soforthilfe für Live-Musik in der Metropolregion beteiligt. 

Mehrkosten für Theater-Sanierung 

247 statt 200 Millionen Euro - die Sanierung des Mannheimer Nationaltheaters wird deutlich teurer als zunächst angenommen. Nun hat der Gemeinderat der Stadt den höheren Kosten am Dienstagabend mit großer Mehrheit zugestimmt. Zwei Räte enthielten sich, zwei weitere stimmten gegen die Realisierung des Projekts. Gründe für die Mehrkosten sind etwa gestiegene Baupreise und eine detailliertere Planung.

"Wir stehen unter einem unmittelbaren Handlungszwang zur Sicherung der Zukunft der Institution als solche", sagte Oberbürgermeister Peter Kurz (SPD) am Dienstag. Wegen Brandschutzmängeln läuft die Betriebserlaubnis des Theaters Ende 2022 aus. Anfang Juli hatte die Stadt mitgeteilt, dass die Entwurfsplanung abgeschlossen ist. Diese beinhaltet auch eine belastbare Berechnung der Kosten.

Im Jahr 2018 hatten die Räte einen Kostenrahmen von 200 Millionen Euro beschlossen, um sich Fördermittel von Bund und Land in Höhe von 120 Millionen Euro zu sichern. Darüber hinaus hatte sich das Gremium zur Finanzierung weiterer Kosten bereiterklärt. Zu diesem Zeitpunkt war die Entwurfsplanung noch nicht abgeschlossen.

Die Mehrkosten gehen auch auf Planungsänderungen zurück. Der Orchesterprobesaal sollte zunächst vor dem denkmalgeschützten Gebäude am Goetheplatz entstehen. Dies habe aus städtebaulicher und denkmalpflegerischer Sicht aber nicht überzeugen können. Nun soll der Proberaum unterirdisch an das Theater angebaut werden. (mit dpa)

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