Mannheim

THW Sechs Helfer auf Bundeswehrgelände im Einsatz

Mannheimer helfen beim Moorbrand

Archivartikel

Es ist für sie „der größte Einsatz, den die meisten von uns hier je erlebt haben“ und „eine interessante Erfahrung“: Das sagt Nicole Dudziak (Bild), Mannheimer Ortsbeauftragte des Technischen Hilfswerks (THW). Mit fünf Mannheimer Kameraden zählt sie seit Montag zu den über 500 THW-Einsatzkräften aus dem gesamten Bundesgebiet, die den Kampf gegen den Moorbrand auf dem Gelände der Wehrtechnischen Dienststelle der Bundeswehr bei Meppen im norddeutschen Emsland unterstützen. Teilweise dürfen sie heute wieder nach Hause, teilweise erst Mitte nächster Woche. „Blumepeterfest läuft trotzdem“, betont sie, ihr Mann Hilmar und weitere Ehrenamtliche würden wie gewohnt bei Auf- und Abbau der großen Benefizveranstaltung am Wasserturm mit anpacken. Während aber beispielsweise Kameraden des THW aus Ladenburg und Eberbach in Meppen mit Hochleistungspumpen bis zu 250 Liter Wasser pro Sekunde aus Flüssen pumpen und damit direkt bei der Brandbekämpfung im Moor eingesetzt sind, arbeiten die Mannheimer in der Logistik. Sie helfen, 1700 Essen pro Mahlzeit auszugeben, 6000 Brötchen pro Tag, 100 Liter Kaffee pro Stunde.

Führung und Verpflegung

„Das ist ein enorm kräftezehrender Einsatz da draußen, die brauchen ganz viele Kalorien“, erklärt Dudziak. Sie, Janina Wziontek und Martin Nuber sind direkt im Verpflegungsbereich eingesetzt, geben Essen aus, kochen Kaffee oder bringen den Helfern, die direkt im Moor sind, das Essen dorthin. „Manche sind so weit weg, da muss man zu ihnen fahren und etwas bringen“, so Dudziak.

Ihr Sohn Christian sowie Benjamin Wenker und Sascha Zimmermann zählen zur Führungsunterstützung, koordinieren die Versorgung der Feuerwehrleute, Soldaten und auch THW-Mitglieder. „Die Zusammenarbeit ist gut, die Stimmung ist gut“, meldet Dudziak. Nur Fotos darf sie nicht schicken – sie befinden sich ja auf Bundeswehrgelände, wo Fotografierverbot herrscht. Auch direkte Informationen zum Einsatzgeschehen sind tabu.

Klar ist aber, dass „das THW alles aufgefahren hat, was es kann“, wie es Dudziak formuliert, um die Bundeswehr zu unterstützen. Aufgebaut wurde ein „Bereitstellungsraum 500“. Dieses THW-System gibt es deutschlandweit nur zweimal. Es ist dafür ausgelegt, 500 Einsatzkräfte über lange Zeit unterzubringen, zu verpflegen und Einsatzmaterial instand zu setzen, Es wurde für Meppen auf 1000 Personen erweitert. Alle 30 THW-Helfer aus Baden-Württemberg sind als Kolonne von Mannheim aus die 470 Kilometer lange Strecke gestartet, kehren auch via Mannheim zurück. pwr (Bild: THW)