Mannheim

Innenstadt Fußgängerzone voll wie lange nicht mehr

Mannheimer Planken: Schlangen vor Läden

Archivartikel

Die Einzelhändler können Hoffnung schöpfen: Trotz Nieselregens ist die Innenstadt am Samstagnachmittag voll wie schon lange nicht mehr. Besonders auf den Planken ist der Andrang groß.

Bis zu 50 Menschen stehen in der Reihe vor Zara und warten darauf, in den Laden gelassen zu werden. Kaum weniger sind es vor Bershka oder H&M, auch bei Thalia muss man anstehen. Mühelos gelangt man indes in die großen Häuser von Kaufhof, Peek & Cloppenburg oder Engelhorn. Dort ergibt sich ein anderes Bild als auf der Straße. Obwohl im Engelhorn-Sporthaus die maximal erlaubte Personenzahl beinahe erreicht ist, wie ein großer Monitor am Eingang zeigt, entsteht nicht der Eindruck, dass es besonders voll ist. Die meisten Kunden halten sich in der Lauf- und Fitness- sowie in der Bergsportabteilung auf. Und sie schauen nicht nur, sondern kaufen auch: Viele verlassen den Laden mit vollen Tüten, bei Peek & Cloppenburg und bei Kaufhof bilden sich Schlangen vor den Kassen.

Schwierigkeiten mit Abstand

„Die Umsätze steigen allmählich wieder an“, hat Lutz Pauels, Vorsitzender der City-Werbegemeinschaft, festgestellt. Blumen sind am Tag vor dem Muttertag sehr begehrt, Geduld ist auch überall dort gefordert, wo es Geschenke gibt. In der Vetter-Passage wird es dadurch ziemlich eng und schwierig, den Mindestabstand von 1,5 Meter einzuhalten. Pauels hat noch andere Plätze ausgemacht, an denen es aufgrund von Gruppenbildungen voll wird: Paradeplatz, Plankenkopf oder wieder einmal vor dem Snipes-Schuhladen. Er habe viele Verstöße gegen die Maskenpflicht und die Abstandsregelungen in den Warteschlangen und an den Haltestellen festgestellt. „Wir würden uns wünschen, dass Ordnungsdienst und Polizei noch aktiver eingreifen und auf die Menschen zugehen.“

Weil die Gastronomie noch geschlossen ist und Cafés ihre Speisen und Getränke nur zum Mitnehmen verkaufen, sind die Sitzbänke in der Fußgängerzone sehr begehrt. Fast alle sind belegt, so dass viele Passanten auch auf die Baumschutzringe ausweichen, um ihren Kaffee aus dem Becher zu trinken. 

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