Mannheim

Mannheimer zeigen sich solidarisch – Demo am Schloss geplant

Archivartikel

Mannheim.Schwarze Bilder auf Instagram – weltweit haben unzählige Nutzer am Dienstag ein Zeichen für Gleichheit und Gerechtigkeit gesetzt, auch in Mannheim. Die Idee dahinter stammte aus der US-Musikindustrie, die für einen Tag stillstehen wollte. Statt wie sonst eigene Inhalte über den Social Media Kanal zu posten, soll das schwarze Bild zeigen: Wir alle sind gegen Rassismus und zeigen uns solidarisch mit denjenigen, die täglich diskriminiert werden.

Auslöser dieser weltweiten Aktion ist der gewaltsame Tod des Afroamerikaners George Floyd. Der US-Bürger war nach einem gewaltsamen Polizeieinsatz in Minneapolis im Krankenhaus gestorben – seitdem erschüttern Proteste die USA - und auch international gehen Menschen für Gleichheit und Gerechtigkeit auf die Straße. In Deutschland sind für Samstag, 6. Juni, bundesweit Demonstrationen geplant.

Stiller Protest auch in Mannheim

In Mannheim soll der friedliche und vor allem stille Protest "Nein zu Rassismus" laut Angaben der Organisatoren im Schlosshof um 14 Uhr stattfinden. Man wolle alle Sicherheitsvorkehrungen einhalten, um Corona keine Chance zu bieten. Außerdem herrsche Maskenpflicht, so die Ankündigung. „Unsere kollektive Wut, Trauer und Hilflosigkeit machen uns sprachlos, weshalb wir den ,Silent Protest' in Deutschland ins Leben gerufen haben, um gemeinsam ein Zeichen zu setzten.“ Das schreiben die Initiatoren auf ihrer Webseite, wo sie alle Demonstranten zum Protest gegen Rassismus mit Abstand, Mund-Nasen-Schutzmaske und schwarzem T-Shirt aufrufen. Schon jetzt sind „Silent Protests“, wie ihn die Organisatoren nennen, in mehr als 20 deutschen Großstädten geplant, die Teilnehmer organisieren sich über Gruppen im Messengerdienst Telegram. In Mannheim sind bereits mehr als 960 Nutzer dieser Gruppe beigetreten (Stand Donnerstag,4.06).

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❗️TEILEN TEILEN TEILEN ❗️ Damit wir die Sicherheitsvorkehrungen einhalten können, haben wir den Standort auf Schloss geändert. ❗️ES HERRSCHT MASKENPFLICHT! Außerdem gilt: Nur ein schwarzes Oberteil, damit wir nicht als schwarzer Block gelten. Ein sog. schwarzer Block ist bei Demonstrationen auf oft Gewalt und Vandalismus aus. Das sind wir ausdrücklich NICHT. Wir laufen NICHT, damit wir Covid-19 und potentiellen Ausschreitungen KEINE CHANCE bieten! Wir veranstalten eine friedliche, stille, stehende Demonstration. Es wird Reden geben, es wird Schweigeminuten geben. Details und weitere Infos werden hier folgen! Erscheint zahlreich und passt auf euch auf! ✊?✊?✊?✊✊?✊? #silentdemomannheim #neinzurassismus # #silentdemo #blacklivesmatter

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Unter anderem Löwen, NTM und Alter zeigen sich solidarisch

Wer sich die Mühe macht, die Instagram Accounts der Mannheimer zu scannen, entdeckt schnell, welche Mannheimer Parteien, Kultureinrichtungen oder Sportmannschaften sich bereits am Dienstag, beim #blackouttuesday solidarisch erklärt haben.

Nicht nur auf dem Instagram-Kanal des Nationaltheater Mannheims prangt das  schwarze Quadrat. Auch auf den Seiten des Eintanzhauses und vom Projekt Alter in der Neckarstadt etwa ist es zu finden. Von den Mannheimer Lokalsportgrößen haben sich die Rhein-Neckar-Löwen an der Aktion beteiligt:

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Für Toleranz, Respekt und Solidarität. #blackouttuesday #1team1ziel

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Auch an der Mannheimer Kommunalpolitik ist der #blackouttuesday nicht unbemerkt vorbeigezogen: So haben SPD und Grüne es sich nicht nehmen lassen, ein schwarzes Bild zu posten.

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