Mannheim

Mannheims Polizeipräsident Stenger bestätigt Ermittlungen wegen Hitlergruß-Verdacht

Archivartikel

„Solche Dinge sind keine Bagatelle. Wir haben die Personalien ermittelt und werden nun weitere Prüfungen im Umfeld vornehmen. Wir ermitteln nach Paragraf 86 a des Strafgesetzbuches, also wegen des Verdachts des Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen.“ Mit diesen Worten bestätigte Mannheims Polizeipräsident Andreas Stenger dieser Redaktion am Sonntag auf Anfrage Ermittlungen gegen eine Frau nach Vorgängen bei einer Demonstration im Ehrenhof des Mannheimer Schlosses am Samstag. Der Vorwurf gegen die Frau lautet, während der Veranstaltung mutmaßlich den Hitlergruß gezeigt zu haben.

Ermittlungen nach Paragraf 86 a des Strafgesetzbuches befassen sich mit Nazi-Schmierereien genauso wie mit dem verbotenenen Zeigen des Hitlergrußes.

Alles weitere, so Stenger, müsse dann die Justiz entscheiden. 

Die Frau war auf einem Foto von hinten mit erhobenem rechten Arm vor einer Rednerbühne sichtbar. Nach der Veröffentlichung des Bildes im Internetportal des „Mannheimer Morgen“ hatten sich zahlreiche Nutzer gemeldet und Inhalte des Berichts und die Hinweise auf den mutmaßlichen Hitlergruß kritisiert. Polizeipräsident Stenger sagt: "So ein Foto lässt Interpretationsmöglichkeiten zu."

Die Demonstration der Menschen, die sich Querdenker nennen, lief Samstag an mehreren Orten in Deutschland. In Mannheim lockte sie nach Polizeiangaben 1.300 Teilnehmer in den Ehrenhof des Mannheimer Schlosses, nach Angaben der Veranstalter sollen es 2.000 Teilnehmer gewesen sein.

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