Mannheim

Kulturpolitik Kunsthalle erhöht Eintritt für Sonderausstellungen

„Matisse“ darf mehr kosten

Für die große Sonderschau „Inspiration Matisse“ darf die Kunsthalle den Eintrittspreis vorübergehend erhöhen. Wenn vom 27. September dieses Jahres bis 19. Januar 2020 mehr als 120 Gemälde, Plastiken, Keramiken und grafische Arbeiten von Henri Matisse (1869–1954) sowie von ihm beeinflussten Künstlern aus aller Welt zu sehen sind, werden an der Kasse für Erwachsene 14 statt bisher zehn 10 Euro fällig. Das hat der Kulturausschuss des Gemeinderats beschlossen.

Generell bleibt es dabei, dass die Kunsthalle zehn Euro verlangt, wobei dies für die Sammlungen und die jeweilige Sonderausstellung zusammen gilt. Während „Matisse“ aber kommen vier Euro dazu. Ermäßigte Karten kosten dann zwölf statt acht Euro, die Abendkarte (eineinhalb Stunden vor Schließung) zehn statt sechs Euro und für die Familienkarte werden statt 16 dann begrenzt 24 Euro fällig. Unverändert bleibt für Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren der Eintritt frei. Der freie Eintritt für alle immer am ersten Mittwoch im Monat von 18 bis 22 Uhr wird weiter durch das Sponsoring der MVV Energie ermöglicht.

„Mutiger werden“

Der Kulturausschuss hat nicht nur für „Matisse“ die Eintrittspreise erhöht. Generell aufgeschlagen wird der Preis für Gruppen wie Vereine oder Reisegesellschaften, die Führungen buchen – so kostet jetzt eine Stunde 80 statt 60 Euro, zwei Stunden 160 statt 120 Euro. Und wer als Einzelperson an einer öffentlichen Führung teilnimmt, zahlt künftig vier statt drei Euro.

Zudem hat der Kulturausschuss der Kunsthalle generell das Recht eingeräumt, künftig bei Großausstellungen oder Sonderveranstaltungen (etwa wenn es die „Lange Nacht der Museen“ wieder gäbe) Sondertarife zu verlangen, die bis zu 16 Euro reichen dürfen, oder aber auch auf Eintritt zu verzichten.

Die Stadträte haben das einstimmig gebilligt, ja die Kunsthalle sogar ermuntert. „Eine Kinokarte ist teurer“, sagte SPD–Stadtrat Thorsten Riehle. Er habe kürzlich mit auswärtigen Freunden die Kunsthalle besucht, „und alle fanden zehn Euro viel zu günstig für diesen Bau und das, was dort geboten wird, die würden 14/15 Euro zahlen, ohne mit der Wimper zu zucken“, sagte er, die Kunsthalle dürfe „mutiger werden“.