Mannheim

Kapuzinerplanken Mit Musik, Essen und Sonnenschein hat der Französische Markt eröffnet

Mediterranes Flair mitten in der Stadt

Archivartikel

Der Duft von Flammkuchen liegt in der Luft, und die Akkordeontöne eines Musette-Walzers erfüllen die Kapuzinerplanken – gestern Mittag hat der Französische Markt in der Mannheimer Innenstadt seine Zelttore geöffnet. Für die nächsten zwei Wochen können Besucher dort essen, trinken, sich informieren und französische Spezialitäten kaufen.

„Es hat alles gut geklappt“, freut sich Veranstalter Lutz Pauels von der Werbegemeinschaft Mannheim City, der gemeinsam mit Jürgen Kleine-Wilde den Markt organisiert hat. „Insgesamt haben wir 30 Stände dieses Jahr. Der einzige Wermutstropfen ist, dass keiner aus unserer Partnerstadt in Toulon heute hier ist.“ Die Veranstaltung ersetzt seit 2017 den Frühlingsmarkt. „Die Idee ist vor zwei Jahren gemeinsam mit dem französischen Institut entstanden. Uns war schon lange klar, dass wir einen französischen Markt machen wollen“, so Pauels.

Neben Essen gibt es auch Infos

Das Institut ist selbstverständlich auch mit einem Stand vertreten. „Wir werden verschiedene Akteure aus der Touristik oder Vereine und Städtepartnerschaften bei uns am Stand haben“, erklärt Virginie Jouhaud-Neutard, die Geschäftsführerin des Instituts, mit französischem Akzent. „Bei uns gibt es die deutsch-französische Freundschaft in allen möglichen Kombinationen.“ An dem Stand können sich die Besucher über die Organisation informieren oder gleich anmelden.

Der Akkordeonist Clemens Maria-Kitschen sorgt für die musikalische Untermalung, während Besucher ihren Flammkuchen genießen, über den Markt schlendern oder in der Sonne sitzen. „Ich habe gerade das letzte Croissant des Bäckerstandes gegessen. Schade, dass sie schon leer sind“, so eine Besucherin, die sich im Freien niedergelassen hat. „Ich habe Oliven, Baguette und Blumen gekauft. Wir haben uns quasi einmal durch den Markt gefuttert,“ lacht ihre Begleiterin. Auch Bundestagsabgeordneter Karl Lamers (CDU), der den Markt miteröffnet hat, freut sich über die Spezialitäten: „Ich werde mir französischen Käse, eine süße Crêpe und einen Rosé holen.“ Bürgermeister Michael Grötsch ist ebenfalls zufrieden: „Bei diesem schönen Wetter genieße ich die Eröffnung des Marktes.“

Die Standbesitzer sind teilweise aus der Umgebung, andere kommen direkt aus Frankreich. So auch Willy le Proust, der mit zahlreichen Käselaiben aus seiner Käsereiferei in Riquewihr im Elsass angereist ist. „Wir stellen keinen Käse her, sondern lassen ihn reifen“, erklärt er und deutet auf die unterschiedlichen Jahreszahlen auf den Schildern. Le Proust war auch schon im Vorjahr mit dabei. Dieses Jahr ist die Veranstaltung noch größer als 2017: Rund zehn Stände mehr gibt es.

Schirmherr und Honorarkonsul Folker Zöller ist froh über die Abwechslung zu seinem Alltag: „Es ist toll, dass ich neben den regulären Pflichten als Honorarkonsul bei so einem Markt den köstlichen Produkten hier fröhnen kann.“

Info: Fotostrecke unter morgenweb.de/mannheim

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