Mannheim

„Klimanotstand“ IG Bau pocht auf zusätzliches Personal

Mehr Förster gefordert

Die Gewerkschaft IG Bau warnt vor einem „Klimanotstand im Wald“: Immer mehr heimische Bäume könnten Dürren, Stürmen und Schädlingen zum Opfer fallen, wenn nicht deutlich mehr für den klimagerechten Umbau der Wälder getan werde. Die IG Bau fordert deswegen zusätzliches Forstpersonal auch im Raum Mannheim. „Zwar hat die Landesregierung angekündigt, 130 neue Stellen für den Forst in Baden-Württemberg zu schaffen. Das ist ein wichtiger Schritt, reicht jedoch angesichts des Ausmaßes der Schäden noch nicht aus“, sagt Bezirksvorsitzender Wolfgang Kreis. Zudem müsse sichergestellt werden, dass das zusätzliche Personal auch in den Forstbezirken vor Ort ankomme und nicht in höheren Verwaltungsebenen eingesetzt werde.

Lage für Bäume „dramatisch“

In den drei Jahren von 2018 bis 2020 fallen nach Gewerkschaftsangaben rund 15,8 Millionen Kubikmeter Schadholz in Baden-Württemberg an. Extreme Wetterlagen und Schädlinge wie der Borkenkäfer würden bis Jahresende eine Waldfläche von 18 000 Hektar vernichtet haben. Kreis: „Auch wenn zuletzt mehr Regen fiel als in den Vorjahren, bleibt die Lage für die Bäume dramatisch. Neben den besonders anfälligen Monokulturen aus Fichten und Kiefern trifft es mittlerweile sogar die Buche“, so Kreis. Der Nachholbedarf beim Waldumbau sei „enorm“. 

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