Mannheim

Reiss-Engelhorn-Museen Kooperation mit der Uni

Mehr Praxis für den Lehrbetrieb

Archivartikel

Die Reiss-Engelhorn-Museen (REM) und die Universität verstärken ihre Zusammenarbeit. Anlässlich der Sonderausstellung „Mumien – Geheimnisse des Lebens“, die am kommenden Sonntag eröffnet wird, veranstalten sie erstmals ein gemeinsames Symposium „Unsterblichkeit – Traum oder Trauma?“. „Es geht um den ganzheitlichen, interdisziplinären Blick auf das Thema“, so Wilfried Rosendahl, Direktor des Museums Weltkulturen der REM und verantwortlich für die Mumien-Schau.

Dabei reicht das Spektrum der Veranstaltung am 11. und 12. Oktober vom Tod aus medizinischer Sicht über „Ewiges Leben in der Literatur“ sowie dem „Recht auf Sterben“ aus juristischer Sicht bis zur Fitnessbewegung, der „Unsterblichkeit im Sport“ und religiösen Aspekten, die zwei Pfarrer beisteuern. Den Festvortrag „Gibt es ein Unsterblichkeitsgen“ hält Annette Kehnel, Professorin der Universität Mannheim.

Zum Honorarprofessor ernannt

Rosendahl (Bild) organisiert das Symposium gemeinsam mit Hiram Kümper, Lehrstuhlinhaber am Historischen Seminar der Universität. Hier ist Wilfried Rosendahl, der Geologie/Paläontologie, Ur- und Frühgeschichte sowie Zoologie an der Universität Köln studierte und 2004 an die Reiss-Engelhorn-Museen kam, bereits seit 2016 als Lehrbeauftragter tätig. Im Frühjahr wurde er zum Honorarprofessor der Philosophischen Fakultät ernannt. Sie wollte damit würdigen, dass der international renommierte Museumsmanager und Wissenschaftler den Wissenstransfer zwischen der Universität und dem Museum fördert.

„Ich kann museale Praxis in den Lehrbetrieb einbringen, wir als Museum können aber auch von den Wissenschaftlern profitieren“, so Rosendahl. Die Zusammenarbeit soll weit über die Mumien-Ausstellung hinausgehen. „Ich habe da noch einige Ideen“, sagt Rosendahl mit Blick auf künftige Ausstellungsprojekte. Auch bei der Erarbeitung des Projekts „Zeitstrom“, das auf Konversionsflächen im Grünzug Nordost Mannheims Geschichte von der prähistorischen Entwicklung bis zur Präsenz amerikanischer Truppen erlebbar machen soll, arbeitet Rosendahl mit der Universität zusammen.