Mannheim

Haushalt Nach der CDU fordert auch die SPD, dass die Stadt die Kinderbetreuung teilweise kostenlos anbieten soll

Mehrheit sieht gebührenfreie Kitas vor

Die Etatberatungen haben noch gar nicht begonnen, doch die ersten Entscheidungen stehen bereits so gut wie fest. Für Familien mit kleinen Kindern wird es demnach deutliche finanzielle Erleichterungen geben.

Denn die SPD hat jetzt wie zuvor schon die CDU gefordert, Regelplätze in Kindergärten künftig gebührenfrei anzubieten. „Wir wollen gleiche Chancen für alle Kinder. Als SPD stehen wir deshalb ein für die gebührenfreie Bildung – von der Kita bis zur Universität“, schreibt Lena Kamrad, stellvertretende Fraktionsvorsitzende, in einer Erklärung. Zusammen mit den Stimmen der CDU wird es für das gebührenfreie Angebot somit bei den Haushaltsberatungen in jedem Fall eine Mehrheit geben.

Kosten von über sechs Millionen

Bislang ist im dritten Kindergartenjahr ein Regelplatz gebührenfrei, diese Regelung wurde 2012 eingeführt. Wenn Eltern längere Betreuungszeiten wünschen, müssen sie den Aufpreis bezahlen. Dieses Modell soll nach Ansicht von SPD und CDU jetzt auf die komplette Kindergartenzeit ausgedehnt werden. Die Stadt Mannheim kostet das bisherige Modell rund 2,1 Millionen Euro im Jahr. Künftig wären es dann über sechs Millionen Euro jährlich für die Gebührenreduktion, die in Einrichtungen von allen Trägern gelten soll. Sowohl CDU als auch SPD sehen den städtischen Gebührenerlass nur als Übergangslösung: Auf Dauer müsse das Land Baden-Württemberg die Gebühren übernehmen.

Die SPD beantragt außerdem den Voll-Ausbau der Schulsozialarbeit. „Wir müssen bei der Ausstattung der Schulen mit Schulsozialarbeit noch schneller vorankommen. Innerhalb von zehn Jahren sollen alle Mannheimer Schulen einen Schulsozialarbeiter haben“, fordert Kamrad. Gehe es im jetzigen Tempo weiter, seien erst in 25 Jahren alle Schulen versorgt.

Die Entscheidungen fallen in den Etatberatungen Anfang nächster Woche im Gemeinderat. bro

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