Mannheim

Serie Landtagswahl Jessica Martin kandidiert im Mannheimer Norden für Volt

Michael Vogtmann, Volt, Mannheim-Nord: "Immenses Potenzial für zukunftsorientiertes Wachstum"

Zu Landtagswahl Baden-Württemberg haben wir allen Kandidatinnen und Kandidaten aus den Wahlkreisen Mannheim-Nord und Süd die Gelegenheit gegeben, sich mit Fragebögen den Wählerinnen und Wählern vorzustellen. Die Antworten dokumentieren wir hier, für deren Inhalt sind die Kandidaten verantwortlich.

Im nördlichen Wahlkreis tritt für Volt Michael Vogtmann an. Der Dipl.-Meteorologe ist 1983 geboren und wohnt in Karlsruhe.

Warum sollten die Mannheimer Sie in den Landtag wählen?

Ich werde mich dafür einsetzen, dass der Norden von Mannheim seine ökonomischen Chancen besser nutzt und prosperiert zum Wohle der Menschen hier. Grenzüberschreitende Verflechtung mit Ludwigshafen und Südhessen ist ein Standortvorteil, der besser genutzt werden muss. Wir müssen in der Region auch in die Forschung in der Bio- und Gesundheitstechnologie investieren. Zwischen den Standorten Heidelberg und Ludwigshafen, liegt in dem Bereich immenses Potenzial für zukunftsorientiertes Wachstum in Mannheim. Ich bin da auch komplett auf einer Linie mit meinem Ersatzbewerber Manuel Mollenhauer.

Was sind die drei wichtigsten Mannheimer Probleme, die Sie von Stuttgart aus lösen wollen?

Ich denke, das soziale Auseinanderdriften in der Gesellschaft, das auch in Großstädten wie Mannheim sichtbar wird, wird in Zukunft vermehrt zu einem Problem für die Stabilität in der Gesellschaft. Es ist wichtig, viel Geld in die Bildung zu investieren und Bedingungen für die Wirtschaft zu schaffen, dass diese Anreize hat, qualitativ hochwertige Jobs zu schaffen, aber auch elementare einfache Jobs müssen gut bezahlt werden.

Was aus Ihrer Ausbildung und Ihrem Beruf hilft Ihnen in der Politik?

Als Diplom-Meteorologe und Klimatologe kenne ich die akademische Welt. In meinem Job als Strahlenschützer kenne ich aber auch die bodenständige, praktische Arbeitswelt. Beide Perspektiven lassen mich leicht in eine Vermittlerrolle schlüpfen, mit Verständnis für verschiedene Probleme.

Haben Sie eine Frage an die Landtagswahl-Kandidaten: Dann schreiben Sie uns eine E-Mail! Bitte notieren Sie darin auch, an welche Kandidatin oder Kandidaten sich Ihre Frage richtet.

Wann haben Sie das letzte Mal Ihre Meinung zu einem Thema geändert und warum?

Das ist eine schwierige Frage, da ich oft gründlich recherchiere, bevor ich mich festlege, manchmal aber auch aus dem Bauch heraus entscheide, aber fast immer sehr stur bei meiner Meinung bleibe. :) Letzten Endes geht es aber nicht so sehr um die eigene Meinung in der Politik, höchstens wenn es darum geht, die Wahlentscheidung zu erleichtern, aber am Ende des Tages ist Politik immer ein Interessenausgleich, der im Idealfall eine Situation herstellt, in der alle Parteien möglichst gleichermaßen zufrieden oder unzufrieden sind.

Wofür haben Sie das letzte Mal an einer Demonstration teilgenommen?

Die Frage ist, was hier als Demonstration definiert wird? 2019 war ich auf diversen CSDs, einmal Women's March, davor sehr oft bei "Pulse of Europe", früher aber auch mal bei "Blockupy" und der Demo "Europa. Anders. Machen." in Berlin. Das war aber praktisch ein Rückblick auf mein letztes Jahrzehnt. Ich zähle allgemein nicht zu den Berufsdemonstranten. Ich finde es aber gut, dass die Menschen ihr Demonstrationsrecht nutzen. Das ist ein wichtiger Teil des gesellschaftlich-politischen Dialogs.

Wer ist Ihr Vorbild und warum?

Ich fand Leute wie Jean-Claude Juncker oder Alex Salmond als Politiker immer sympathisch. Menschen mit Gelassenheit, die sich selbst nicht immer so wichtig nehmen und sich auch für einen albernen Witz inmitten seriöser Sachlagen nicht zu schade sind. Ein bisschen dreist und gerissen muss man auch sein in der Politik, sonst kann man sich nicht durchsetzen und kann letztendlich niemandem von Nutzen sein.

Worauf freuen Sie sich am meisten, sobald die Corona-Lage es wieder erlaubt?

Ich bin relativ jung und Single und da bedeuten die Corona-Einschränkungen ja fast sowas wie ein Zölibat. Aber generell die Geselligkeit und der Kontakt zu Freunden und Freundinnen waren schwierig, da alle so vorsichtig waren. Das wird sich wieder normalisieren. Da bin ich ganz sicher.

Überblick zu den Kandidaten-Fragebögen aus dem Wahlkreis Mannheim-Nord