Mannheim

Gemeinderat Bilanz der mehrjährigen Sanierung

Millionen für den Stadtteil Schönau

Mehr als 40 Millionen Euro hatte allein die städtische Wohnungsgesellschaft GBG investiert, um ihre Häuser in Schönau-Mitte zu renovieren. Dazu kam die Sanierung von Kindergärten und Spielplätzen sowie die Neugestaltung des zentralen Lena-Maurer-Platzes. Die Baumaßnahmen im Zentrum des Stadtteils Schönau sind seit vergangenem Jahr fertig. Jetzt hat der Gemeinderat das Projekt auch formal abgeschlossen und die vor Beginn der Arbeiten im Jahr 2005 beschlossene sogenannte Sanierungssatzung für den Bereich wieder aufgehoben.

Laut Informationsvorlage für die Stadträte sind mehr als zwölf Millionen Euro Fördergeld von Bund und Land in die Stadtteilsanierung geflossen – das Projekt war zuvor in das Förderprogramm „Soziale Stadt“ aufgenommen worden. Aus dem städtischen Haushalt kamen rund acht Millionen Euro.

In dem Gebiet besitzt die GBG viele Wohnungen, die in den 1950er Jahren in einfachster Weise gebaut worden waren und kleine Grundrisse sowie keine Zentralheizung hatten. Diese Wohnungen wurden modernisiert und mehrere zu größeren Einheiten zusammengelegt, wie es im knapp 30-seitigen Abschlussbericht für die Stadträte heißt. Außerdem bekamen die Häuser Zentralheizungen, die ans Fernwärmenetz angeschlossen sind. Während der Umbauarbeiten erhielten die Mieter Ersatzräume. Auch nach der Modernisierung könne man die Wohnungen immer noch für eine vergleichsweise günstige durchschnittliche Kaltmiete zwischen 5,70 und 6,50 Euro anbieten, heißt es in dem Bericht. Dieses Mietniveau sei nur durch die Zuschüsse von Bund, Land und Stadt möglich. Zu der Stadtteilsanierung gehörte darüber hinaus unter anderem auch der Bau einer Skateanlage und eines Bolzplatzes.

850 renovierte Wohnungen

„Diese Sanierungsmaßnahmen haben eine hohe Bedeutung für die Entwicklung des Stadtteils Schönau“, sagte Baudezernent Lothar Quast (SPD) in der Gemeinderatssitzung. Man habe jetzt knapp 850 sanierte Wohnungen mit guten Grundrissen. „Das zeigt auch, dass die GBG ein ganz wichtiger Stabilisator unserer Wohnungspolitik ist.“ Quast verwies bei dieser Gelegenheit auf die bereits laufenden Baumaßnahmen im Nordwesten des Stadtteils, wo ebenfalls Wohnungen renoviert werden. Dort werde man an das Mitte-Projekt anknüpfen.

Quasts Parteikollege, Stadtrat Reinhold Götz, verwies auf die deutlich bessere Energiebilanz der Gebäude nach der Modernisierung. „Der Wärmeenergieverbrauch geht um 50 Prozent zurück, die CO2-Emissionen um dreiviertel.“ Thomas Trüper (Li.Par.Tie) lobte, dass hier mit der Förderung durch den Bund viel geleistet worden sei.

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