Mannheim

Verkehr Stadt präsentiert Ausbaupläne bis 2023

Millionen für neue Radwege

Archivartikel

„Soviel Geld für Radwege gab’s noch nie!“ – Bürgermeisterin Felicitas Kubala (Grüne) überraschte den Betriebsausschuss für die Technischen Betriebe (BATB) am Dienstag im Stadthaus N 1 mit einer ausführlichen Darstellung der bis 2023 geplanten Aus- und Neubauten von Fahrradwegen. Abteilungsleiter Oliver Sachs trug vor, dass bis 2023 insgesamt neun Millionen Euro für Radverkehrs-Bauvorhaben zusätzlich zur Verfügung stehen. Das Geld wurde über die seit längerer Zeit jährlich eingeplanten Beträge von je rund fünf Millionen Euro in den Haushaltsberatungen Ende 2019 bereitgestellt (wir berichteten).

„Laufende Vorhaben“

Unter „laufende Vorhaben“ ließ Kubala nun auflisten, was der Fachbereich Stadtraumservice mit den Geldern machen will. Neben reinen Reparaturen wie beispielsweise die Ausbesserung von Schlaglöchern mit Kaltasphalt finden sich auf der Liste auch Ausbau-Vorhaben wie etwa der Fußgänger- und Radfahrer-Steg über die Stadtbahn-Nord in der Boveri-Straße (der in diesem Jahr mit rund 3,9 Millionen Euro veranschlagt wurde) oder der vorgesehene Bau von Radwegen in der Augustaanlage (vier Millionen Euro in 2021), die Einrichtung von Radwegen im Neckarplatt (2,5 Millionen Euro in 2022) und die Fahrrad-Unterführung an der Mannheimer Straße (5,5 Millionen Euro in 2023).

Die Stadträte aller Fraktionen begrüßten das Radwege-Programm im Grundsatz, es gab aber auch kritische Anmerkungen. So fragte Volker Beisel (FDP), ob mit dem Geld die Radverkehrssituation insgesamt tatsächlich verbessert werde. Gabriele Baier (Grüne) wies darauf hin, dass das Radfahren an vielen, oft kleinen, „Knackpunkten“ besser gemacht werden könnte. 

Info: Die komplette Investitionsliste unter www.bit.ly/3fBiceY 

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