Mannheim

Mit hundert Kollegen bei der BASF

BASF-Chef Martin Brudermüller gibt seine neue Strategie für den Ludwigshafener Chemiekonzern bekannt. Die BASF lädt zur Pressekonferenz – keine Frage, für den „MM“ ist das ein Pflichttermin. Und für mehr als hundert Journalisten, Kameraleute und Fotografen aus aller Welt auch. Als ich eine halbe Stunde vor der Strategie-Präsentation ankomme, begegnen mir Kollegen mit Rollkoffern, ich höre französische, spanische und natürlich englische Gesprächsbrocken.

Ein Teilnehmer öffnet im Garderobenraum sein Köfferchen und macht sich noch schnell frisch. Wer in den riesigen Konferenzraum kommt, holt eine Pressemappe – wahlweise in Deutsch oder Englisch – am Eingang ab und sucht sich einen Platz. Mit dem Besucherausweis haben wir eine Karte ausgehändigt bekommen. Damit müssen wir uns in ein Kommunikationssystem einloggen. Das begrüßt uns nicht nur namentlich auf dem kleinen Bildschirm, sondern ermöglicht später, sich per Tastendruck für die Fragerunde anzumelden. Jeder Platz hat auch ein Mikrofon, über das die Fragen auf Deutsch oder Englisch gestellt werden, und einen Kopfhörer für die entsprechende Übersetzung.

Ich überfliege das üppige Material der Pressemappe, suche nach Neuigkeiten, die vor allem wichtig für den Standort Ludwigshafen sind – und damit besonders interessant für die Menschen in der Region. Ich schreibe meine erste Meldung ins iPad für die Online-Ausgabe, dann geht es los mit der Präsentation.

Brudermüller und Finanzvorstand Hans-Ulrich Engel erklären was sie verändern wollen. Zwischendurch aktualisiere ich den Online-Artikel und schaue im Internet, wie die Börse reagiert. Nach gut zwei Stunden habe ich jede Menge Informationen, Zahlen und Zitate im Kopf und im Block. Zurück in der Redaktion heißt es: den Berg an Infos filtern, Reaktionen einholen und – schreiben.