Mannheim

Das Wetter des Monats Der November war überdurchschnittlich nass und zu trüb / Freundliche Aussichten

Mit Tief Peter kam der Regen

Tage an denen sich die Sonne – wenn überhaupt – nur ganz kurz blicken lässt, Schmuddelwetter-Temperaturen und jede Menge Regen: Der vergangene Monat hat den Menschen in der Quadratestadt einen typischen November beschert, der genau so ungemütlich war, wie es sein Ruf erwarten lässt. Und so hat Andreas Pfaffenzeller, der im Auftrag des Deutschen Wetterdienstes die Zahlen für Mannheim und die Region festhält, beim Blick in seine Tabellen zwar keine echten Sensationen, aber doch etliche Auffälligkeiten entdeckt. „Es war selbst für diese Jahreszeit viel zu nass und deutlich zu trüb“, resümiert der Experte.

Sonne gibt mehrere Gastspiele

Bescherte Hoch Vera den Mannheimern noch bis zum 4. November milde und zuweilen sogar ausgesprochen sonnige Stunden, so begannen mit den Tiefdruckgebieten Karl und Peter die nasskalten Tage. Allein am 12. November prasselten auf Mannheim 19,7 Liter Regen pro Quadratmeter herab. Die Monatsgesamtmenge beträgt 81,6 Liter, eine Zahl, die weit über dem Mittelwert von 51,7 liegt. „Damit rangiert der vergangene Monat auf Platz acht aller regenreichsten November seit Aufzeichnungsbeginn“, stellt Pfaffenzeller fest. Spitzenreiter bleibt der November 1965 mit 106,8 Litern.

Ausgesprochen rar hat sich im Gegensatz zum Niederschlag die Sonne gemacht. Lediglich 43,2 Stunden war sie am Himmel zu sehen, wie der Fachmann versichert: „Das sind nur knapp 78 Prozent des Wertes, der im Durchschnitt zu erwarten war.“ Dafür waren nach Karl in erster Linie die Tiefdruckgebiete Peter und Reinhard verantwortlich. Tief Thorsten sorgte zum Ausklang am 30. November sogar für ein paar Schneeschauer. Der sonnigste Tag war übrigens der 22. November. Da schien der strahlende Stern 7,5 Stunden lang. Aber auch wenn sich die Temperaturen ungemütlich angefühlt haben, der November 2017 war mit einem Schnitt von 6,2 insgesamt um ein Grad wärmer als der Mittelwert, der zurückliegenden Jahrzehnte. „Den absolut wärmsten November hatten wir allerdings 1995 mit 8,9 und den kältesten 1985 mit 1,9“, räumt der Fachmann ein.

Den wärmsten Tag des vergangenen Monats erlebten die Mannheimer am 23. bei 15,5 Grad: „Da ist aber noch sehr viel Luft zum Erstplatzierten, dem 1. November 1968 mit 22,6 Grad.“ Und wie geht es die kommenden Tage weiter? Da kann Meteorologe Pfaffenzeller mit einem Lichtblick aufwarten. „Es bleibt trocken und sonnig bei relativ angenehmen Temperaturen zwischen -2 und 3 Grad.“ Schaurig und nass geht es voraussichtlich erst wieder ab Sonntag Abend zu.

Und ist Schnee im Anzug? „In der Nacht auf Montag könnte der Regen in ein paar weiße Flocken übergehen. Aber die bleiben wahrscheinlich nicht liegen.“ Alle Ski- und Rodelfreunde müssen sich also noch ein kleines bisschen gedulden.

Info: Wetterstatistik auch unter morgenweb.de/wetter-des-monats