Mannheim

Nationaltheater Freie Wähler fordern Vorlage der Stadt

ML drängt auf Beschluss zu Sanierung

Mannheim.Die Mannheimer Liste (ML) fordert von der Verwaltung „alsbald eine entscheidungsfähige Vorlage“ zu einer Generalsanierung des Nationaltheaters. „Wenn keine Maßnahmen vorgenommen werden, besteht die Gefahr, dass das Gebäude komplett geschlossen wird. Dass dies eine sehr ernstzunehmende Bedrohung ist, zeigt das Beispiel des Theaters in Augsburg, wo genau dies, nämlich die Schließung, erfolgt ist“, begründet Achim Weizel, ML-Fraktionsvorsitzender, den Vorstoß.

Ein Abriss sei „unter gar keinen Umständen vorstellbar“, ergänzt der stellvertretende Fraktionsvorsitzende Holger Schmid nicht nur wegen des Denkmalschutzes: „Hinzu kommt, dass das Gebäude nach wie vor höchsten Ansprüchen genügt, was die inneren Abläufe des Theaterbetriebs betrifft“, so Schmid. „Erfreulicherweise“ hätten sich die Alternativen einer Sanierung mit zusätzlichem Neubau „inzwischen erledigt“, so die ML, auch wenn die Verwaltung „zugegebenermaßen spät die vermeintlichen Alternativen“ vorgelegt und „schlüssig begründet“ habe, weshalb sie nicht in Frage kommen. Nun müssten sich alle Kräfte darauf konzentrieren, für das Projekt zu werben und die Finanzierung zu sichern.

SPD wirbt in Berlin

Der SPD-Landtagsabgeordnete Boris Weirauch hat die grün-schwarze Landesregierung davor gewarnt, „die Verantwortung für eine finanzielle Zuwendung für die Generalsanierung alleine auf den Bund zu schieben“. „Es kann nicht sein, dass Investitionen in die Staatstheater in Stuttgart und Karlsruhe mit knapp 400 Millionen Euro gefördert werden sollen und Mannheim – mit Verweis auf die kommunale Trägerschaft – leer ausgeht“, verweist Weirauch auf den künstlerischen Wert und den Rang Mannheims innerhalb der deutschen Theaterlandschaft. Weirauch und SPD-Stadtrat Thorsten Riehle haben dazu Kontakt mit der Vorsitzenden des Kulturausschusses des Deutschen Bundestags, Katrin Budde (SPD), aufgenommen, um auf Bundesebene für die Unterstützung der Nationaltheatersanierung zu werben.