Mannheim

„MM“ im offenen Kanal

Zeitung und Journalisten der Zukunft, Facebook, Twitter, Rechtspopulismus, Nachrichten und ihr Wert, Aufgabe von Zeitungen in einer Demokratie, wirtschaftliche Rahmenbedingungen – zu diesen Themen hat der Chefredakteur des „Mannheimer Morgen“ („MM“), Dirk Lübke, ein 45 Minuten dauerndes Interview gegeben. Das Gespräch ging in den Studioräumen des „OK-TV Ludwigshafen“ über die Bühne.

„OK-TV“ steht für Fernsehen im offenen Kanal, also Bürgerfernsehen. Diese Form gibt es in Rheinland-Pfalz in zahlreichen Städten. Wolfgang Ressmann, der Leiter des „OK-TV“, hat das Interview mit Lübke im Studio in der Ludwigshafener Prinzregentenstraße geführt. „Der Rollentausch hat sehr viel Spaß gemacht. Sehr gut war, dass wir ausführlich und ohne Hetze bei den Themen auch in die Tiefe gehen konnten“, fasste Lübke zusammen. Der „MM“-Chefredakteur machte in dem bei Youtube hör- und sichtbaren Austausch deutlich, wie wichtig Zeitungen und deren Internet-Kanäle für die Meinungsbildung, für die Einordnung und geprüfte Verlässlichkeit von Informationen sind.

Der 57-Jährige, seit gut vier Jahren beim „MM“ und zuvor bei Zeitungen in Erfurt, Hannover, Goslar, Wetzlar, Remscheid und einer Nachrichtenagentur in Berlin tätig, wies auch auf den Wert von Nachrichten hin. „Geprüfte und damit verlässliche Informationen sind wertvoll und haben auch deshalb ihren Preis.“ Der „MM“ mit seinen gut ausgebildeten Journalisten müsse dem Anspruch der Leser durchgängig nachkommen, verlässlich geprüfte Nachrichten zur seriösen Meinungsbildung in der Zeitung und auf den Online-Kanälen in Umlauf zu bringen.

Dies sei gerade in diesen Zeiten, wo „emotionales Gezeter“ immer mehr Zuspruch bekomme, besonders wichtig. „Dafür begeben wir uns auf Augenhöhe mit unseren Lesern und Nutzern, denn wir betrachten sie als kompetente und gleichberechtigte Gesprächspartner im Austausch mit uns und unseren Plattformen.“ red

Info: Interview in voller Länge: goo.gl/9k6YVh