Mannheim

Zwischenbilanz

Modellstadt Mannheim: Billigere Tickets und neue Buslinie

Mannheim.Mehr verkaufte Fahrkarten, vollere Busse und Bahnen - das ist die erste Zwischenbilanz, die Mannheims Erster Bürgermeister Christian Specht am Dienstag für den Modellversuch zur Senkung der Stickoxidwerte in der Stadt gezogen hat. Seit 1. Januar wurden in Mannheim und Ludwigshafen die Fahrpreise für Bus und Bahn um rund 30 Prozent gesenkt - als Versuch, möglichst viele Autofahrer zum Umsteigen auf den umweltfreundlichen öffentlichen Nahverkehr zu bewegen. 5,9 Prozent mehr Fahrten wurden im ersten Halbjahr 2019 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum registriert, auf einzelnen Strecken sogar wesentlich mehr: Durch eine sogenannte Verdichtungslinie zwischen der S-Bahnstation an der SAP-Arena und dem Bahnhof Waldhof fahren dort nun nicht mehr wie zuvor alle 20 Minuten Busse der Linie 50, sondern tagsüber jeweils alle 10 Minuten Busse der Linie 50 und 45 im Wechsel. Wo im vergangenen Jahr noch rund 7000 Fahrgäste am Tag registriert wurden, sind es nach Angaben des technischen Geschäftsführers der Rhein-Neckar-Verkehrsbetriebe, Martin in der Beeck, nun gut 9000 Passagiere am Tag. Specht: "Das ist ein Plus von 26 Prozent." Geplant sei deshalb auch, auf der Strecke zwischen Popakademie und Hochschule Mannheim" eine neue Buslinie einzurichten. Diese Verbindung erschließe zum einen das neue Wohn- und Gewerbegebiet Glücksteinquartier am Mannheimer Hauptbahnhof und könne auf einem Teilabschnitt der Strecke ebenfalls die bereits vorhandene Linie 60 "verdichten", also statt des 20-Minuten, den 10-Minuten-Takt gewährleisten. 

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