Mannheim

Infektionsschutz

Mund-Nasen-Masken in Kitas: Das wird in Mannheim empfohlen

Archivartikel

Mannheim.Die Stadt Mannheim und die Träger von Kinderbetreuungseinrichtungen empfehlen aus pädagogischen Gründen, in Kitas keine Masken zu tragen - wenn direkt mit den Kindern gearbeitet wird. Letztlich entscheiden die Erzieherinnen jedoch selbst. Auch Kinder, die eine Maske tragen möchten oder deren Eltern darauf bestehen, könnten einen entsprechenden Schutz tragen, wie aus einer Mitteilung der Stadt Mannheim von Samstagabend hervorgeht.

Die pädagogische Arbeit und die damit verbundene direkte Interaktion mit den Kindern würden durch das Tragen einer Behelfsmaske gestört. Kinder könnten die Masken zudem als bedrohlich empfinden. Sie benötigten von den Erzieherinnen das Gefühl von Schutz und Sicherheit und im Gruppenraum eine Atmosphäre, in der sie sich sicher und aufgehoben fühlen. Auch müssten sie Reaktionen an der Mimik einschätzen und ablesen können. Das sei beim Tragen einer Behelfsmaske nicht möglich. Zudem biete das Tragen der Maske bei Kindern nur einen Fremd-, aber keinen Eigenschutz. Anders sei das in Situationen, in denen alle Beteiligten eine Behelfsmaske tragen.

Außerhalb der Arbeit mit Kindern, beispielsweise bei der Essenszubereitung oder Elterngesprächen, gilt eine Maskenpflicht. Diese betrifft grundsätzlich auch alle Eltern und andere Personen, die in die Einrichtung kommen.

Dirk Grunert (Grüne) spricht von einer guten und einheitlichen Lösung. „Unser Wunsch war es, eine gemeinsam in allen Kitas in Mannheim geltende Vorgehensweise zu treffen und damit ein einheitliches Signal im Sinne des bestmöglichen Infektionsschutzes bei zugleich hoher pädagogischer Qualität an die Mannheimer Eltern zu geben“, wird der Familienbürgermeister in der Pressemitteilung zitiert. 

Am Donnerstag hatten die Träger und die Stadt Mannheim das einheitliche Vorgehen beschlossen, über das die Stadt am Samstag informierte. Dieses sieht vor, dass in den Einrichtungen der Kinderbetreuung grundsätzlich die Regeln des Infektionsschutzes gelten und die entsprechenden Schutz- und Hygienestandards eingehalten werden. Am Freitag beantwortete das Gesundheitsamt der Stadt den Beschäftigten in der Kinderbetreuung sowie den selbständigen Kindertagespflegerinnen Fragen zum Thema  - in einer digitalen Informationsrunde. Eine Aufzeichnung kann hier abgerufen werden.