Mannheim

Justiz Beschuldigter soll unter paranoider Schizophrenie leiden

Nach Geisterfahrt vor Gericht

An diesem Mittwoch beginnt am Landgericht der Prozess gegen einen jungen Mann, der als Geisterfahrer mit mehr als 100 Stundenkilometern auf dem Luisenring unterwegs gewesen sein soll. Von der Polizei konnte er erst nach einer Verfolgungsjagd gestellt werden, in deren Verlauf er seinen Wagen zu Schrott fuhr. Der 1992 geborene Beschuldigte soll an paranoider Schizophrenie leiden und befindet sich derzeit in einem psychiatrischen Krankenhaus. Die Staatsanwaltschaft will beantragen, ihn darin dauerhaft einzuweisen.

Dem Mann wird vorgeworfen, am 27. November 2018 in falscher Richtung den Luisenring entlang gerast zu sein. Als er ein Polizeiauto sah, soll er auf mehr als 100 Stundenkilometer beschleunigt haben. Ein ihm entgegenkommender Wagen konnte gerade noch ausweichen, anderenfalls wäre es wohl zu einem Frontalzusammenstoß gekommen.

Massiv zur Wehr gesetzt

Kurz vor der Kurpfalzbrücke verlor der Beschuldigte die Kontrolle über sein Auto, stieß gegen einen Laternenmast und kam an einem Baum zum Stehen. Sein Pkw wurde dabei vollständig zerstört.

Der Mann sei ausgestiegen, aber nicht bereit gewesen, sich von dem Wagen zu entfernen, so die Staatsanwaltschaft. Schließlich hätten ihn die hinzugekommenen Polizeibeamten in einen sicheren Abstand zur Unfallstelle bringen müssen. Dagegen habe sich der Beschuldigte massiv zur Wehr gesetzt.

Der Prozess vor der Vierten Strafkammer beginnt an diesem Mittwoch um 9 Uhr. Weitere Verhandlungstage sind für 9., 27. und 29. August angesetzt. 

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