Mannheim

Nach tödlichem Unfall - Verfahren gegen Geldbuße eingestellt

Archivartikel

Am 9. Juni 2016 hatte sie einer 38-Jährigen mit ihrem Auto in Mannheim so die Vorfahrt genommen, dass bei der anschließenden Kollision ein Mensch zu Tode kam - nun wurde das Verfahren wegen fahrlässiger Tötung vor dem Mannheimer Amtsgericht gegen eine Geldbuße von 6000 Euro eingestellt.

Die Richterin hatte bereits im Vorfeld ausgeführt, dass niemand der 48-jährigen Unfallfahrerin "böse Absicht" in ihrem Handeln unterstellen wolle, sie jedoch zu ihrem Fehlverhalten stehen müsse. Demnach hatte die Frau auch nach Aussage mehrerer Zeugen ohne Anzuhalten von der Carl-Benz-Straße in die Max-Joseph-Straße abbiegen wollen, als sich ihr im Gegenverkehr ein anderer Pkw näherte.

Nach zähem Ringen zwischen Verteidigung und Staatsanwaltschaft sowie der Vernehmung von vier Zeugen in der Beweisaufnahme lenkte schließlich auch Verteidiger Peter Möller ein und akzeptierte die Einigung.