Mannheim

Nahezu ungetrübter Blick auf Mondfinsternis

Archivartikel

In der Region und dem Südwesten haben zahlreiche Menschen bei nahezu ungetrübtem Blick vielerorts die längste Mondfinsternis des Jahrhunderts verfolgt.   

Bei lauen Temperaturen sahen im Heidelberger Stadtteil Bahnstadt rund 5000 Nachtschwärmer am Freitagabend die Mondfinsternis, wie das Haus der Astronomie in Heidelberg auf Twitter mitteilte. Das waren viel mehr als die Organisatoren erwartet hatten. Lediglich drei Astronomen standen mit drei großen Teleskopen für Fragen zur Verfügung, so dass die meisten Himmelsbeobachter den blutrot gefärbten Mond über dem Königstuhl ohne Zusatzinformationen zu sehen bekamen. Einen Blick auf den Mond gab es aber erst gegen 22 Uhr. Auch in Mannheim lockten Veranstaltungen eigens zu dem spektakulären Himmelsereignis.  

"In Stuttgart war der Himmel in den drei bis vier Stunden der Mondfinsternis wolkenlos", sagte Thomas Schuster, Meteorologe des Deutschen Wetterdienstes (DWD) am Samstag. Laut DWD war die dunstige Luft auch der Grund dafür, warum der Mond auch an anderen Orten nicht sofort am Nachthimmel zu sehen war. "Wir haben uns auch erst gewundert, wo er ist", sagte der Meteorologe. Aber spätestens ab 22.00 Uhr (MESZ) sei der Mond mit seinem spektakulären Rot zumindest in Stuttgart gut zu sehen gewesen.

Zu einer Mondfinsternis kommt es nur bei Vollmond - wenn Sonne, Erde und Mond auf einer Linie liegen. Der Mond taucht völlig in den Schatten ein, den die von der Sonne angestrahlte Erde in den Weltraum wirft. Zu der etwa 103 Minuten langen totalen Mondfinsternis gesellte sich zudem ein so heller und großer Mars wie zuletzt vor 15 Jahren.

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