Mannheim

Leichtathletik Mehr als 600 Kinder bei Wettbewerb angetreten

Neben Sport auch Festival-Stimmung

Archivartikel

Im Michael-Hoffmann-Stadion der Mannheimer Turn- und Sportgesellschaft (MTG) am Neckarplatt war ganz schön viel los. Kinder in verschiedenen bunten Trikots tummelten sich auf und neben dem Platz, auf der Tribüne lief zeitweise Musik, zu der die Kinder tanzten, wenn sie nicht gerade am Start für eine der vier Disziplinen Sprint, Weitwurf, Weitsprung oder Pendelstaffel waren. Es war der Tag des Sportfests „Jugend trainiert für Olympia“ (JtfO), an dem mehr als 600 Kinder der dritten und vierten Klassen aus 33 Grundschulen teilnahmen.

„Früher beteiligten sich nur die Grundschulen aus Mannheim, inzwischen aus dem gesamten Rhein-Neckar-Kreis. Es sind zum Beispiel Schüler aus Dielheim oder Helmstadt-Bargen angereist“, sagte Janet Kuch, Kreisbeauftragte JtfO. Bei diesem Sportfest ging es um Mannschaftswettkampf, was auch die positive Festival-Stimmung ausmachte. Von jeder Schule nahmen zehn Schüler teil, die die vier Disziplinen durchliefen. Die acht besten Ergebnisse der jeweiligen Schule kamen in eine Endauswertung, anhand derer eine Rangliste erstellt wurde – daraus ging dann die Siegermannschaft hervor.

LFG-Schüler organisieren Fest

Die ersten Sieger werden jährlich auf einem Wanderpokal verewigt. „Dank unserer Sponsoren DAK, Eichbaum und Sparkasse, die diese ehrenamtliche Veranstaltung ausrichten, ist es in diesem Jahr zum ersten Mal möglich, jedem Kind eine Medaille zu überreichen“, fügte Kuch hinzu.

Beim Ludwig-Frank-Gymnasium (LFG) in Mannheim fehlten an diesem Tag prompt 120 Schüler der siebten Klassen aufwärts, denn das LFG übernimmt schon seit Jahren die Organisation des Wettkampfs. Allein im Wettkampfbüro war ein ganzes Komitee anzutreffen. „Wir erfassen die Ergebnisse, drucken Listen aus, klären Ergebnisse ab. Die älteren Schüler, die schon jahrelang dabei sind, lernen sogar die Neuen ein“, sagte Joshua Kauffmann, elfte Klasse. Daher ist Christian Stang, Sportlehrer am LFG, auch einer der Kreisbeauftragten. „Das LFG betreut den Wettkampf seit etwa zwölf Jahren. Unser Schulleiter Holger Reusch setzt sich stark für die Veranstaltung ein. Er kommt zur Siegerehrung“, so Stang. Auch die Kampfrichter auf dem Sportplatz und die Kinder hinter der Theke im Versorgungszelt sind Schüler des LFG.

Bei den Teilnehmern handelte es sich um sportliche Talente. Beyza etwa, Schülerin der vierten Klasse der Schillerschule Neckarau, sprang 3,10 Meter weit. „Ich gehe zweimal in der Woche zum Leichtathletik-Training“, meinte Beyza und ihre Lehrerin Carolin Klose fügte hinzu: „Leichtathletik ist eine gute Basis für alle anderen Sportarten, da Koordination und Kondition gleichzeitig trainiert werden. Die Schüler freuen sich schon früh auf diesen Wettbewerb und fragen oft: Darf ich mit, darf ich mit?“ kge